News aus Harpstedt

Fünf Jahre nach der Leukämie-Diagnose: Marius Kossmann wirbt für DKMS-Registrierung

„Werd’ auch du zum Lebensretter!“

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Zum fünften Mal jährt sich an Pfingsten der Tag der Leukämie-Diagnose für Marius Kossmann aus Harpstedt. Die Hiobsbotschaft löste eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus. In Lübeck, wo der Harpstedter damals seine Ausbildung absolvierte, und in seinem Heimatort nahmen insgesamt rund 2 000 Menschen bei großen Registrierungsaktionen unter dem Motto „Marius will leben“ die Gelegenheit wahr, sich als potenzielle Stammzellenspender registrieren zu lassen. 959 waren es am 8. August 2015 allein in Harpstedt.
„Werd’ auch du zum Lebensretter!“

Achsbruch an E-Auto bei Unfall auf der A1

Groß Ippener/Wildeshausen – Hoher Sachschaden ist laut Polizei am Donnerstag gegen 3 Uhr früh bei einem Verkehrsunfall auf der A1 im Bereich der Samtgemeinde Harpstedt entstanden. Ein Osnabrücker (34), der mit seinem Elektroauto in Richtung Bremen unterwegs war, kam zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener – aufgrund geänderter Verkehrsführung wegen einer Baustelle – in einer Verschwenkung nach links von der Fahrbahn ab und überfuhr mehrere Warnbaken. An dem hochwertigen Wagen entstanden erhebliche Schäden an der linken Seite. Unter anderem brach nach Angaben der Polizei die Hinterachse. Die Schadenshöhe wird auf rund 15 000 Euro geschätzt.
Achsbruch an E-Auto bei Unfall auf der A1

Tauferinnerung und musikalischer Gottesdienst

Harpstedt – Mit einem Gottesdienst zur Tauferinnerung „für die ganze Familie“ läutet die evangelische Gemeinde am Sonntag, 31. Mai, 10 Uhr, die Pfingstfeiertage in der Harpstedter Christuskirche ein. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Vor allem diejenigen, die vor fünf oder zehn Jahren getauft wurden, seien mit ihren Angehörigen willkommen. „Man darf die Taufkerze von damals mitbringen. Kinder, die kommen, sollten eine Schere und einen Kleber dabei haben. Pastorin Hanna Rucks hält eine ,Bastelpredigt'. Der Gottesdienst wird per Livestream ins Netz übertragen. Wer zu Hause mitbasteln möchte, sollte zusätzlich vier quadratische Blätter bereithalten. Eine kleine Combo sorgt für moderne Musik. Alle Kirchgänger über sechs Jahre sind gebeten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen“, erläutert die Christusgemeinde.
Tauferinnerung und musikalischer Gottesdienst

Kinder baten Kanadier in radebrechendem Englisch um Süßes: „Billy, have you chocolate for me?“

Groß Köhren - Aus den Kindheitserinnerungen eines Spielkameraden von Heinz Nienaber aus Groß Köhren: „1945 hieß es plötzlich, die Kanadier seien schon in Twistringen. Wir Kinder mussten in der Wohnung bleiben. Ich konnte vom Wohnzimmer aus die Straße, die Delmebrücke und die Scheune von Martens sehen. Plötzlich kam ein Panzer angefahren. Wir rannten in den Keller von Siemering, wo wir zu der Zeit wohnten. Einige Kanadier kamen die Treppe herunter und fragten uns, ob doch deutsche Soldaten oder Waffen da wären. Wir verneinten das und durften wieder nach oben in unsere Wohnungen gehen, das Haus aber nicht verlassen. Eine Ausgangssperre wurde verhängt. Vom Fenster aus konnten wir sehen, dass auf dem Hof von Alfken Panzer und andere Militärfahrzeuge standen und viele Soldaten da waren. Tage später haben wir dann doch vor dem Haus gespielt. Mit der Zeit verloren wir die Angst und Scheu vor den Kanadiern. Wir haben zugesehen, wie sie mit Schablonen weiße Wildschweinköpfe auf ihre Fahrzeuge pinselten. Die Villa von Familie Siemering wurde bald zum größten Teil von den Kanadiern besetzt, und wir hatten nur noch ein Zimmer. Ich erinnere mich daran, dass in unserem Kinderzimmer drei Soldaten einquartiert wurden – die Schotten Bill, Toffee und George. Wir haben dann wieder im Dorf herumgetollt und zwischen den Fahrzeugen der Kanadier gespielt. Wenn wir uns unbeobachtet fühlten, sind wir auch in die Fahrzeuge, die abseits standen, hineingeklettert und taten so, als wollten wir die Brummis wegfahren. Wir sahen den Soldaten auf dem Hof von Alfken beim Fußballspielen zu. Wenn der Ball in den Brunnen fiel, schnappten sie sich einen von uns Jungen an den Beinen und hielten uns kopfüber in den Brunnen. So konnten wir den Ball dann gerade mit den Händen greifen und wurden wieder hochgezogen. Manchmal bekamen wir etwas zum ,Schlickern’. Mit der Zeit eigneten wir uns auch die Vornamen der einzelnen Soldaten an und schnappten einige Wörter auf. Radebrechend fragten wir: ,Billy,
Kinder baten Kanadier in radebrechendem Englisch um Süßes: „Billy, have you chocolate for me?“

Heinz Nienaber über den Einmarsch der Besatzungstruppen und die wiedererlangte Freiheit der Kriegsgefangenen

Kettenrad eines Panzers erinnert noch heute an 1945

Groß Köhren – Im zweiten Teil seines Gastbeitrags für unsere Serie widmet sich Heinz Nienaber dem Kriegsende 1945. Nachfolgend der Bericht des Groß Köhreners im Wortlaut.
Kettenrad eines Panzers erinnert noch heute an 1945

„Stein“: Museumsdorf Cloppenburg kann Verschiebung der Feier nicht ausschließen

Bleibt es bei der Eröffnung im September?

Harpstedt/Cloppenburg - Von Christoph Heinzel. Peter Maffay, Drafi Deutscher, Karl Dall, Renate Kern, The Rattles – sie alle sind im „Stein“ aufgetreten. „Stein“ – so lautet bis heute die liebevolle Abkürzung für die ehemalige Harpstedter Landdiskothek „Zum Sonnenstein“. Inzwischen steht das Gebäude bekanntlich schon lange auf dem Gelände des Museumsdorfs Cloppenburg. Es markiert, so der Plan, den Beginn der Entwicklung eines ganz neuen Abschnitts im Freilichtmuseum – mit Bauwerken, die charakteristisch und kulturtypisch für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen sind.
Bleibt es bei der Eröffnung im September?

„Wiedersehen grenzte an ein Wunder“

Breslau/Colnrade – Was wird aus dem zum Volkssturm eingezogenen Bruder Arnim? Und was aus dem in Kriegsgefangenschaft geratenen Vater? Ruth Heinrich (sie nimmt nach der Heirat eines britischen Besatzungssoldaten 1947 dessen Nachnamen Brown an) ahnt nicht, dass sie beide wiedersehen soll, als sie im Alter von 19 Jahren im Januar 1945 bei eisiger Kälte mit ihrer Mutter sowie ihren Schwestern Inge (20), Jutta (12) und Hildegard (fast 7) aus Breslau flieht. Nur mit ein paar Habseligkeiten versucht die Familie der ihr im Nacken sitzenden Roten Armee zu entkommen.
„Wiedersehen grenzte an ein Wunder“

Wichtige Aufgabe im Jagdwesen: Karsten Kröff ist amtlich bestätigter Schweißhundführer

Nicht jede Nachsuche führt zum Erfolg

Harpstedt/Fahrenhorst - Von Jürgen Bohlken. Abstand halten hat Bosso gelernt, sogar schon vor Corona. Als ausgebildeter Schweißhund spürt er Wild auf, das sich bei Verkehrsunfällen schwer verletzt hat. Oder solches, das nach dem Fangschuss eines Jägers nicht an Ort und Stelle verendet, sondern unter dem Einfluss des Adrenalins ins Dickicht entschwindet und teils noch bemerkenswert lange Strecken zurücklegt, ehe es tot zusammenbricht.
Nicht jede Nachsuche führt zum Erfolg

„Die Dankbarkeit gegenüber den Sattmachern kam abhanden“

Sürstedt – Die Schlagzeile „Landwirtschaft nimmt Lebensraum“ in unserer Zeitung vor einigen Tagen, die auf eine umstrittene Äußerung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor dem Hintergrund des Verschwindens artenreicher Wiesen und Weiden zurückging, hat Rolf Rohlfs aus Sürstedt erbost. Siebeneinhalb Milliarden Menschen ohne Eingriffe in die Natur hinreichend und vollwertig ernährt zu bekommen, sei genauso unmöglich wie die Quadratur des Kreises, sagt er. Rohlfs hat sich ausgiebig mit der Kulturgeschichte beschäftigt. Dort liegt für ihn der Schlüssel zum Verständnis von Entfremdungsprozessen. Unsere Zeitung hat mit dem Landwirt gesprochen.
„Die Dankbarkeit gegenüber den Sattmachern kam abhanden“

Filmisches Ergebnis ist auf den Youtube- und Instagram-Kanälen des Unicycle-Teams Harpstedt zu bewundern

„Pirates of Coronatime“: Einradkür entsteht im Homeoffice

Harpstedt – An diesen Dialog erinnert sich vielleicht mancher Fan des Kino-Blockbusters „Fluch der Karibik“: Auf Hector Barbossas Einwand „Das ist nicht möglich!“ erwidert Captain Jack Sparrow: „Sagen wir: Nicht üblich“. Solche Gedanken haben während der Coronakrise auch die Einradsportlerinnen des Unicycle-Teams Harpstedt beschäftigt. Als klar war, dass ihnen die Turnhalle für längere Zeit nicht zum Trainieren zur Verfügung stehen würde, überlegten sie, welche Alternativen in Betracht kämen. Auf der Straße fahren? Völlig abwegig mit Wettkampfrädern! Dazu noch eine Kür kreieren, ohne sich persönlich zu treffen? Das ginge erst recht nicht, glaubten die Einradfahrerinnen.
„Pirates of Coronatime“: Einradkür entsteht im Homeoffice