Weltkriegsbombe im Gallus entschärft

(rh) Die Weltkriegsbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die am Mittag des 16.10.2020 bei Bauarbeiten in der Flörsheimer Straße im Gallus entdeckt wurde, konnte erfolgreich durch den Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Regierungspräsidiums Darmstadt entschärft werden. Der KMRD meldete am 17.10.2020 gegen 00:20 Uhr, dass die 50 kg-Bombe erfolgreich unschädlich gemacht werden konnte. Sämtliche Absperrmaßnahmen konnten kurz darauf aufgehoben werden und betroffene Bürgerinnen und Bürger zurück in ihre Wohnungen. Zuvor mussten rund 6.000 Menschen am Freitagabend den vom KMRD festgelegten Gefahrenbereich, der im Umkreis von 300 Meter um den Fundort der Bombe festgelegt wurde, verlassen. Der weitaus größte Teil der betroffenen Personen hatte sich privat eine Aufenthaltsmöglichkeit gesucht. Für alle anderen hatten Kräfte der Hilfsorganisationen DRK, MHD und JUH, mit Unterstützung von Kräften der Freiwilligen Feuerwehren Frankfurt eine Betreuungsstelle in der Messehalle 11 eingerichtet. Rund 185 Personen nahmen das Angebot an. Insgesamt 71 Frankfurterinnen und Frankfurter, die bei der Evakuierung auf Hilfe angewiesen waren, wurden vom Rettungsdienst mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer der Hilfsorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Sperrbereich heraus und anschließend wieder zurück in ihre Wohnungen begleitet. Verschiedene Faktoren führten zu einer mehr als zweistündigen Verzögerung beim geplanten Entschärfungsbeginn. Hierzu zählten zum Beispiel die hohe Zahl mobilitätseingeschränkter Personen, die Unterstützung beim Verlassen Ihrer Wohnungen benötigten. Ebenso Personen, die aufgrund bestehender Quarantäneauflagen gesondert transportiert und untergebracht werden mussten. Insgesamt waren rund 240 Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, dem Bürgertelefon und den Hilfsorganisationen aus Frankfurt eingesetzt. Ebenso waren zahlreiche Kräfte der Landes- und Stadtpolizei sowie des Ordnungs- und Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt an den Maßnahmen zur Evakuierung und Entschärfung beteiligt. Die Räumung des Gefahrenbereichs verlief in Anbetracht der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit für Vorbereitung und Durchführung sowie den Corona bedingt erforderlichen Hygienemaßnahmen insgesamt zufriedenstellend. Die Rückführung unterstützungsbedürftiger Personen in ihre Wohnungen sowie der Rückbau der Betreuungsstelle in der Messehalle 11 dauern zum Zeitpunkt vom Versand dieser Pressemeldung (17.10.2020, 01:30 Uhr) teilweise noch an. Wir danken allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
Quelle: feuerwehr-frankfurt.de
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