'Wichtiger Baustein in Frankfurts Sicherheitsarchitektur': Heddernheim bekommt neues Feuerwehrhaus

Nach langem Warten erhält die Freiwillige Feuerwehr Heddernheim ihr neues Zuhause: Eine neue, moderne Unterkunft – nach heutigen gesetzlichen und baulichen Anforderungen und mit ausreichend Platz. Nicht nur für die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Nordwesten der Stadt sind das gute Nachrichten. „Das Warten hat sich gelohnt und die Freude ist bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim nicht zu übersehen“, sagt Feuerwehrdezernent Markus Frank bei der Übergabe des Schlüssels für das neue Gebäude am Gleisdreieck an der Hessestraße. Für Wehrführer Tobias Schwab und seine Einsatzkräfte istist endlich der der Traum von einem modernen Feuerwehrhaus mit zeitgemäßen Arbeitsbedingungen endlich Wirklichkeit geworden. „Dass wir jetzt beim Ausrücken die Seitenspiegel nicht mehr einklappen müssen, ist klasse“, erklärt Tobias Schwab, „und das neue Feuerwehrhaus bietet in jeder Hinsicht mehr Möglichkeiten“. Insgesamt ist die neue Unterkunft viel großzügiger und entspricht damit den heute deutlich größeren Fahrzeugen und jetzigen baulichen Vorgaben. In der Fahrzeughalle ist Platz für insgesamt drei Einsatzfahrzeuge, die Tore sind zur Hessestraße hin gerichtet, auf der Rückseite führt direkt die U-Bahntrasse vorbei. Im zweitstöckigen Gebäude sind unten Umkleideräume und eine Werkstatt untergebracht, oben Büros, Schulungsräume sowie eine Küche. Der Hof ist groß, so dass alarmierte Einsatzkräfte ohne Zeitverzug parken können und bietet ausreichend Platz, damit nicht zuletzt Jugend- und Minifeuerwehr sicher üben können. Die Suche nach einem neuen, einsatztaktisch geeigneten Grundstück gestaltete sich aufgrund der extrem hohen Baudichte in Heddernheim aufwendig und schwierig. Schließlich fand der Feuerwehrdezernent, Stadtrat Markus Frank, nach langwierigen Verhandlungen mit seinen Magistratskollegen des Verkehrsdezernats und Planungsdezernats, eine passende Lösung: Ein Grundstück, das der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) gehört, wurde im Erbbaurecht auf 99 Jahre gepachtet. Nach der Klärung etlicher bau- und planungsrechtlicher Fragen konnte im April 2019 mit dem Bau begonnen werden, jetzt ist es einzugsbereit. Deshalb ist auch Markus Frank bei der Schlüsselübergabe froh, dass der langersehnte Umzug in Heddernheim jetzt bevorsteht. „Ich freue mich, dass die Freiwillige Feuerwehr Heddernheim nun eine Unterkunft bekommt, die den heutigen Standards entspricht und einer Wirtschaftsmetropole wie Frankfurt am Main gerecht wird. Wie gut geübt und wie schnell ausgerückt werden kann, hat natürlich auch Auswirkungen für unsere immer noch wachsende Stadt. Das neue Feuerwehrhaus in Heddernheim ist ein wichtiger Baustein der Sicherheitsarchitektur unserer Stadt“, so der Stadtrat. Die systematische Modernisierung der Stadtteilfeuerwehren gehört zum mittlerweile bewährten Einsatzkonzept der Frankfurter Feuerwehr, das auf Dezentralität setzt und die Freiwilligen Feuerwehren stärker einbindet. „Die Freiwillige Feuerwehr und die Berufsfeuerwehr sind ein Team“, betont der stellvertretende Leiter der Branddirektion Thomas Jackel und ergänzt: „Damit dieses Team seinen Auftrag, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt Hilfe in der Not zu leisten, erfüllen kann, sind neben einer auskömmlichen technischen Ausstattung auch zweckmäßige und funktionelle Unterkünfte unerlässlich.“ Rund 2,9 Mio. Euro hat das Bauvorhaben in Heddernheim insgesamt gekostet, finanziert über das sogenannte Prioritätenprogramm zum Neubau und der Sanierung der Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. Die Bauherrin BKRZ Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG ist zuständig für Bau und Bewirtschaftung der Feuer- und Rettungswachen und aller städtischen Gebäude, die Brandschutz, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz in Frankfurt am Main dienen. Sie wurde 1999 als städtische Gesellschaft gegründet, um nach effizienten und wirtschaftlichen Methoden die Feuer- und Rettungswachen sowie die Feuerwehrhäuser der Freiwilligen Feuerwehren zu bewirtschaften. Ein bisschen sieht es schon noch nach Baustelle aus an der Hessestraße. Bis die Fahrzeuge in der Halle stehen, alles eingeräumt ist und der Übungsbetrieb anläuft, wird noch einige Zeit vergehen. Der Freude tut das heute keinen Abbruch. So zum Greifen nah ist für Tobias Schwab und seiner Wehr jetzt der Traum vom neuen, modernen Feuerwehrhaus mit Platz zum Üben und zum Ausrücken ohne eingeklappte Spiegel.
Quelle: feuerwehr-frankfurt.de
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