Unfall auf der A7 bei Werneck – Saabfahrer nach Ausweichmanöver tödlich verletzt: Nachdem am letzten Wochenende drei Menschen auf Unterfrankens Straßen ums Leben kamen, hat sich am frühen Dienstagmorgen, 17. August, am Autobahndreieck Schweinfurt-Werneck erneut ein folgenschwerer Unfall ereignet, bei dem ein Mensch getötet wurde. Dabei wollte ein Autofahrer einem nach links ausscherenden Sattelzug ausweichen und war zunächst gegen die Mittelschutzplanke geprallt. Danach kollidierte er mit einem Lastzug auf dem Beschleunigungsstreifen, der gerade auf die A 7 einfahren wollte. Der Autofahrer erlitt schwerste Verletzungen und verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Dringend gesucht wird der Fahrer des Sattelzuges, der dem anderen Lkw am Autobahndreieck Schweinfurt-Werneck das Einfahren auf die A 7 ermöglichen wollte und seine Fahrt in Richtung Norden fortgesetzt hat. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern derzeit noch an.
Gegen 04.00 Uhr war ein bislang unbekannter Sattelzugfahrer auf dem rechten Fahrstreifen der A 7 in Richtung Norden unterwegs und wollte am Autobahndreieck Schweinfurt-Werneck der Fahrerin eines 40-Tonners offenbar durch Ausscheren nach links das Einfahren auf die A 70 ermöglichen. Ein von hinten kommender Saabfahrer erkannte die Situation und wollte seinerseits nach links ausweichen. Er geriet jedoch ins Schleudern und stieß gegen die Mittelschutzplanke, ohne anschließende Berührung mit dem vor ihm fahrenden Lkw. Danach schleuderte der Saab quer über die Fahrbahn nach rechts und prallte mit der Fahrerseite gegen den einbiegenden Lastzug einer 30-Jährigen. Durch den Aufprall wurde der Autofahrer, von dem bislang nichts Näheres bekannt ist, so schwer verletzt, dass er wenige Stunden später in einem Würzburger Krankenhaus verstarb. Weil der Mann zunächst in dem völlig zerstörten Fahrzeugwrack eingeklemmt war, befreite ihn die Feuerwehr gemeinsam mit Ersthelfern aus dem Saab. Der Rettungsdienst brachte den Autofahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Die Fahrerin des 40-Tonners aus dem Raum Kassel, die erst wenige Minuten zuvor am Autohof Werneck losgefahren war und mit dem mit Stahlteilen beladenen Lkw nach Bielefeld wollte, blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mehrere zehntausend Euro.
Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt eine Sachverständige hinzugezogen. Die Autobahnpolizei Schweinfurt-Werneck hat den Unfall aufgenommen und sucht dringend den Fahrer des Sattelzuges, der gegen 04.00 Uhr auf Höhe des Autobahndreieck Schweinfurt-Werneck auf der A 7 Richtung Norden unterwegs war und seine Fahrt fortgesetzt hat. Er kann möglicherweise wichtige Angaben zu dem Geschehen vor dem Unfall machen. Eine nähere Beschreibung des Lkws liegt leider nicht vor. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Werneck und Bergrheinfeld waren mit etwa 50 Mann an der Unfallstelle im Einsatz. Die A 7 war nach dem Unfall bis ca. 05.00 Uhr in Richtung Norden total gesperrt. Seit 7.30 Uhr ist die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben.
Quelle: Polizei