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Zwei Tote und über 30 Verletzte bei Bus-Unfall auf A8 zwischen Ulm Ost und Oberelchingen - Am Sonntag, 14. März, kam gegen 06.10 Uhr ein Doppeldecker Reisebus auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Ulm Ost und Oberelchingen, Fahrrichtung München, nach rechts von der Fahrbahn ab.
Der Reisebus fuhr eine ca. 2 Meter hohe Böschung hinunter und kippte dabei auf die rechte Fahrzeugseite. Das Fahrzeug blieb über 50m, nachdem es die Fahrbahn verlassen hatte, auf der Seite liegen.
Der etwas mehr als drei Jahre alte Bus aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis war mit 49 Fahrgästen im Alter bis zu 88 Jahren und zwei Fahrern besetzt. Das Fahrziel des Busses war nach Istrien, die Personen stiegen an verschiedenen Orten zu.
Bei dem Unfall verloren eine Frau und ein Mann ihr Leben. Da eine gesicherte Identifizierung nur durch Angehörige möglich ist, können Auskünfte zum Alter und zur Herkunft der tödlich Verunglückten erst in den späten Abendstunden des heutigen Tages erfolgen. Seitens des Polizepräsidiums Schwaben Süd/West wird hierzu nachberichtet.
Nach letzten Informationen erlitten mindestens 16 Personen schwere Verletzungen. Eine Frau im Alter von 53 Jahren erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in verschiedene Krankenhäuser in Bayern und Baden Württemberg u.a. nach Ulm, Ravensburg, Kempten und Regensburg geflogen. Die über 20 leicht verletzten Personen waren zunächst an der nahe gelegenen Rastanlage Seeligweiler medizinisch behandelt worden, zusätzlich erfolgte eine Betreuung durch Kriseninterventions Teams. Alle Verunglückten stammen aus Baden Württemberg.
Nach den bisherigen Erkenntnissen führte ein Fahrfehler des 37-jährigen Busfahrers dazu, dass der Reisebus von der Fahrbahn abkam. Der Busfahrer selbst erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Der Polizei liegen noch nicht abschließend gesicherte Informationen vor, dass der Fahrer von einem Hustenanfall eines Fahrgasts abgelenkt worden sein könnte. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zum Unfallhergang dauern noch an. Auf Wunsch der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde ein Unfallgutachter zu den Ermittlungen hinzugezogen. Nach bisherigen Erkenntnissen lag kein technischer Defekt an dem Reisebuss vor.
Zur Bergung und Rettung der Verletzten waren neun Rettungs- und ein Polizeihubschrauber sowie zahlreiche Krankenwagen und ca. 150 Feuerwehrmänner im Einsatz. Die Autobahn musste zunächst für zwei Stunden in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden, die Sperrung der Fahrbahn Richtung München konnte gegen 13:15 Uhr aufgehoben werden.
Für Angehörige ist bei der Autobahnpolizeistation Günzburg ein Auskunftstelefon geschaltet: 08221/919-315.
Quelle: Polizei