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Tarp: Fünf Verletzte durch Gas-Austritt

Tarp, Fr. 10.02.12 08:27
Tarp: Fünf Verletzte durch Gas-Austritt
Foto: Symbolbild

Tarp: Fünf Verletzte durch Gas-Austritt - Am Donnerstagmittag, 9. Februar, gegen 13:35 Uhr wurden im Stapelholmer Weg in Tarp (Kreis Schleswig-Flensburg) fünf Personen, darunter ein 2-jähriges Kind und eine Polizeibeamtin durch Einatmen eines noch nicht identifizierten Gases verletzt und mussten in ein Flensburger Krankenhaus gefahren werden. Eine Tarper Polizeibeamtin suchte das Einfamilienhaus auf, um eine Fahrerermittlung vorzunehmen. Etwa zeitgleich mit ihr trafen die 48-jährige Hausbesitzerin, ihre 21-jährige Tochter und deren 2-jährige Tochter ein. Gemeinsam begaben sich die Frauen in das Haus, indem sich der 49-jährige Hauseigentümer sowie sein 17-jähriger Sohn und dessen 19-jähriger Freund aufhielten. Bereits im Hausflur atmeten sie beißendes Gas ein und mussten husten. Ein Jugendlicher musste sich übergeben. Sie verließen zusammen mit den männlichen Bewohnern das Haus. Die 21-jährige und ihre Tochter, sowie die beiden Jugendlichen wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Die Polizeibeamtin musste ebenfalls das Krankenhaus aufsuchen, konnte es aber zwischenzeitlich wieder verlassen. Die Freiwillige Feuerwehr Tarp ist unter Atemschutz in das Haus gegangen und hat begonnen, die Räume zu lüften. Der Gefahrguttrupp der Freiwilligen Feuerwehr Schleswig traf zwischenzeitlich ein und machte sich auf die Suche nach der Ursache. Ein Leck in der Gasleitung wird mittlerweile ausgeschlossen. Eine Explosionsgefahr besteht nicht.

Die großräumige Absperrung der L 247 wurde kurzfristig aufgehoben, muss nun aber doch vorerst bestehen bleiben, weil die eingesetzten Kräfte des Gefahrguttrupps das Haus schließen werden, um nach einiger Zeit erneut Messungen im Haus vornehmen zu können. Mittlerweile wurde das Gas als Schwefelwasserstoff identifiziert. Es liegen derzeit keine Erkenntnisse darüber vor, woher dieses Gas stammt und wie es ins Haus gelangte. Die ersten Befragungen der Hausbewohner erbrachten keine Erkenntnisse. Das Kleinkind und ein Jugendlicher wurden in der Klinik stationär aufgenommen. Die Hausbewohner müssen anderweitig unterkommen, da ihr Haus derzeit nicht bewohnbar ist.
Quelle: Polizei



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