
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Stuttgart (ddp-bwb). Das Orkantief «Xynthia» vom Sonntag hat in den Wäldern Baden-Württembergs verhältnismäßig geringe Schäden angerichtet. In den am stärksten betroffenen Regionen im Nordschwarzwald und im Großraum Stuttgart seien nach ersten groben Schätzungen deutlich weniger als 100 000 Kubikmeter Sturmholz angefallen, sagte Forstminister Rudolf Köberle (CDU) am Montag in Stuttgart. «Dies entspricht weniger als einem Prozent des jährlichen Holzeinschlages.» Eine abschließende Bilanz sei erst in einigen Tagen möglich. Fest stehe allerdings schon jetzt, dass »Xynthia« nicht mit Orkan «Lothar» zu vergleichen sei. «Lothar» hatte im Dezember 1999 insgesamt 30 Millionen Kubikmeter Schadholz hinterlassen. Bei dem Sturm waren am Sonntag landesweit Bäume umgeknickt und Dächer abgedeckt worden. Ein Mensch starb bei einem witterungsbedingten Autounfall. Aufgrund orkanartiger Böen stürzte auf der Bundesstraße 500 in Feldberg-Bärental (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) ein Baum auf ein Auto. Beide Insassen wurden in dem Fahrzeug eingeklemmt. Der 74 Jahre alte Fahrer starb noch an der Unfallstelle, seine 69-jährige Ehefrau wurde schwer verletzt. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Im Kreis Rottweil geriet ein Auto mit Anhänger wegen des Windes auf die Gegenfahrbahn und prallte mit einem weiteren Fahrzeug zusammen. Drei Menschen wurden schwer, einer leicht verletzt. Im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart wurde bei einem Unfall ein weiterer Verkehrsteilnehmer leicht verletzt. Einige Straßen im Land waren wegen Aufräumarbeiten bis zum Morgen gesperrt, darunter die Autobahn 5 bei Karlsruhe-Durlach in Richtung Heilbronn sowie die Bundesstraße 462 bei Weil im Schönbuch (Landkreis Böblingen). Die Deutschen Bahn meldete am Montag keine Streckensperrungen mehr in Baden-Württemberg. Einzig auf der Schwarzwaldbahn zwischen Niederwasser und Triberg fuhren die Züge nur auf einer Strecke. ddp/wld/pon
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