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Nachrichten aus Steinwiesen





Mühlenfest bei der Teichmühle in Steinwiesen

Steinwiesen, Mi. 13.07.11 11:00

Mühlentag zwischen Wald und Wasser

Steinwiesen – Unweigerlich ist für die Teichmühle bei Steinwiesen Wasser das wichtigste Element, da es sich bei ihr ja um eine wasserradgetriebene Mühle handelt. Als am Sonntag das zehnte Mühlenfest abgehalten wurde, meinte es der Wettergott mit dem Wasser aber bedeutet zu gut. Nahezu während des gesamten Tages regnete es, sodass sich dies auch auf die Besucherzahl auswirkte.

Dennoch konnten Interessierte, wenn auch nur in kleineren Gruppen, während des gesamten Tages begrüßt werden. Dass sie nicht enttäuscht wurden, lag vor allem auch daran, dass unter anderem die Schneidvorführungen im Inneren der Mühle stattfanden. Eifrig bei der Sache waren dabei die Schneidmüller Bernhard Schlee und Bernhardt Lang, die das über hundert Jahre alte Eisenvollgatter fachkundig bedienten und aufmerksame Beobachter hatten.

Ganz angenehm war es in der Wohnung des Schneidmüllers, denn hier war der Holzofen eingeschürt worden. Während sich draußen das mächtige Mühlrad unermüdlich drehte, nahmen trotz der widrigen Bedingungen Kinder und Erwachsene die Möglichkeit zu einer kleinen Floßfahrt auf dem zur Mühle führenden Mühlgraben wahr.

Im aufgebauten Zelt herrschte besonders gute Stimmung bei den Flößern aus Friesen, Neuses und Unterrodach, die es sich nehmen ließen, zum wiederholten Male nach Steinwiesen zu kommen und ihre Verbundenheit zum Mühlenverein Rodachtal zu bekunden. Dieser Förderverein unter der Leitung von Vorsitzendem Michael Kestel ist es auch, der sich mit seinen Mitgliedern um den Erhalt des Schneid- und Museumsbetriebes intensiv kümmert.

Dass die Besucher dieses Engagement durchaus zu würdigen wissen, dies belegen die Eintragungen in das aufliegende Gästebuch. Da sind Dankesworte zu finden für eine nette, gründliche, anschauliche, ausführliche, interessante und meisterliche Führung durch das vorindustrielle Denkmal. Während ein Besucher schreibt, dass in ihm „viele Kindheitserinnerungen wach geworden sind“, bedanken sich Marco und Nanny dafür, dass sie bei der Teichmühle „traumhaft schöne Hochzeitsbilder“ machen durften. „Es ist wirklich schön, dass es solche Zeitzeugen noch gibt und Menschen, die sie so pfleglich behandeln“, schreibt ein weiterer Gast und spricht damit die Mitglieder der Interessengemeinschaft direkt an.

In die gleiche Richtung gingen auch die Grußworte des Kronacher Landrats Oswald Marr, zugleich auch Mühlenvogt, der sich am Nachmittag zu den Besuchern gesellte. „Ich bin immer wieder erfreut über die Aktivitäten des Mühlenvereins, der es unter großen Opfern versteht, dieses geschichtliche Kleinod mit Leben zu erfüllen.“ Untrennbar sei der Frankenwald mit den Mühlen und der Flößerei verbunden. Deshalb werde man sich nach Kräften um einen Fortbestand dieser Industriedenkmäler bemühen. Der Landrat sprach den Verantwortlichen des Mühlenvereins wegen des schlechten Wetters Mut zu, sodass auch dem elften Fest dieser Art im nächsten Jahr nichts im Wege stehen dürfte.

Bis zum 31. Oktober finden noch jeweils am Sonntag von 14 bis 17 Uhr Führungen beim “lebenden” Museum der Teichmühle statt. Für Gruppen ab fünf Personen werden außerdem bei Voranmeldung in der Gemeinde unter Telefon 09262-991512 auch unter der Woche Museumsführungen angeboten. hf / Hans Franz

Siehe auch: www.muehlenverein-rodachtal.de


Quelle: Bernhardt Lang



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