Jahresversammlung des Mühlenvereins Rodachtal
Ab 1. Mai beginnen wieder Führungen in der Teichmühle
Steinwiesen – Ab dem Sonntag, 1. Mai, beginnen wieder die Führungen bei der Museums-Teichmühle, die sich kurz nach dem Ortsausgang von Steinwiesen in Richtung Nordhalben befindet. Bis Ende Oktober können sich dann jeweils an den Sonntagen Besucher in der Zeit von 14 bis 17 Uhr von diesem vorindustriellen Denkmal ein Bild machen und in die Heimatgeschichte eintauchen.
Im Rahmen der in der Flößerstube des Aparthotels stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Mühlenvereins Rodachtal, der sich zur Aufgabe gemacht hat dieses Kleinod mit Leben zu erfüllen, dankte Vorsitzender Michael Kestel den acht Museumsführern. Diese hätten im Vorjahr mit viel Herzblut ihre Aufgabe erledigt. An 35 Einsatztagen konnten sie knapp über 400 Interessierte begrüßen. Nicht mehr mit von der Partie wird aus Altersgründen heuer allerdings Hans Müller-Zeiner aus Wallenfels sein. Der Vorsitzende dankte ihm für sein 18-jähriges Wirken und übergab das Buch „Der ganze Main war hölzern.“ Als neue Museumsführer wurden Bruno Beierlorzer, Zweiter Bürgermeister von Steinwiesen, und Werner Hannig, Forstdirektor i. R., aufgenommen. Viel Lob gab es für das Sägeteam Bernhardt Schlee und Bernhardt Lang, dem Werner Badum und Nachwuchsmann Felix Neder helfend zur Seite stand. Dieses Quartett sorgte für einen geregelten Schneidbetrieb.
Mit Interesse wurden die Ausführungen des Vorsitzenden hinsichtlich eines eventuellen Halts der Rodachtalbahn in unmittelbarer Nähe der Teichmühle aufgenommen. Kestel meinte, dass ein derartiger Stopp zum Aus- und Einsteigen von Interessierten sowohl für den Mühlenverein als auch den Eisenbahnfreunden von Vorteil wäre. Wie die Diskussion ergab, hinge die Verwirklichung einer derartigen Haltestelle von vielen Faktoren ab. Allein schon die Kosten, die noch nicht ermittelt wurden, könnten zu einem großen Problem werden. Nachdem bereits Gespräche stattgefunden hatten, sollen diese auch weiter intensiviert werden. Dies bestätigte in einem Gespräch mit unserer Zeitung auch der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde, Ralf Ellinger. Von ihm war zu erfahren, dass derzeit eine Prüfung durch eine Firma stattfinde, die die Sache als ein Modellprojekt verwirklichen möchte. Es werde dabei versucht die Kosten tragbar zu gestalten, beziehungsweise Fördermittel in Betracht zu ziehen. „Technisch wäre die Haltestelle sicherlich machbar, aber ohne noch vorliegendes Zahlenmaterial könne man einfach nichts sagen“, so Ellinger. Jedenfalls werde das Anliegen des Mühlenvereins weiter verfolgt und bereits im Monat Mai soll eine nächste gemeinsame Besprechung wegen der weiteren Vorgehensweise und entsprechender Planungen stattfinden.
2. Vorsitzender Bernhardt Lang informierte über die Lohnschnittarbeiten, Kassier Joachim Deuerling zeigte die Einnahmen und Ausgaben, Hans Ströhlein bestätigte die korrekte Buchführung und keine Einwände gab es wegen einer vorzunehmenden Satzungsergänzung.
Festgelegt wurde, dass künftig das traditionelle Mühlenfest am ersten Sonntag im Juli stattfinde. Dies bedeute, dass dies heuer am 3. Juli sein werde. Im nächsten Jahr soll in größerem Rahmen das 25-jährige Vereinsbestehen gefeiert werden.
2. Bürgermeister Bruno Beierlorzer dankte dem Mühlenverein für das an den Tag gelegte Engagement. Altes Handwerk und Gewerbe am Leben zu erhalten und der Nachwelt zur Kenntnis zu bringen, diese verstehe der Mühlenverein zu meistern. hf
Zum Bild „Schiene“
Der Vorsitzende des Mühlenvereins Rodachtal, Michael Kestel, hat den Wunsch, dass sich in der Nähe der Teichmühle eine Haltestelle der Rodachtalbahn verwirklichen lässt. Der Weg zur Museumsmühle würde nur rund 50 Meter lang sein. Gespräche wurden bereits geführt und werden noch geführt. Ob sich das Projekt allerdings verwirklichen lässt, dies ist noch unklar. Foto: Hans Franz
Quelle: Bernhardt Lang
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