Solln, Sa. 13.03.10 11:25

Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
München (ddp-bay). Ein halbes Jahr nach der tödlichen Prügelattacke am Münchner S-Bahnhof Solln ist der Freund der beiden mutmaßlichen Mörder von Dominik Brunner aus der U-Haft entlassen worden und hat eine Drogentherapie begonnen. Das Münchner Amtsgericht hatte einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagausgabe) zufolge entschieden, den Haftbefehl gegen Christoph T. gegen Auflagen außer Vollzug zu setzen. So musste der junge Mann sofort eine Alkohol- und Drogentherapie beginnen. Christoph T. wird vorgeworfen, am 12. September 2009 die Spirale der Gewalt in Gang gesetzt zu haben, die im gewaltsamen Tod Brunners gipfelte. Der damals 17-jährige T. soll am Münchner Bahnhof Donnersbergerbrücke jene Schüler bedroht und geschlagen haben, die Brunner später beschützen wollte. Gegen T. wird in einem separaten Prozess verhandelt, der voraussichtlich im Frühjahr beginnt. Die Anklage wirft ihm unter anderem gefährliche Körperverletzung und versuchte räuberische Erpressung vor. T.s Anwälte sagten der «Bild»-Zeitung (Samstagausgabe), ihr Mandant sei «nahtlos» von der Untersuchungshaft in eine Einrichtung zur Alkohol- und Drogentherapie weit außerhalb von München gebracht worden. Allerdings habe er in den sechs Monaten U-Haft bereits «einen harten Entzug hinter sich». Bis zur Hauptverhandlung werde T. nun in der Einrichtung bleiben. Damit sei «eine eventuelle Rückfallgefahr gebannt». Seinen Anwälten zufolge bereut der junge Mann seine Tat. Es tue ihm «wahnsinnig leid, dass er der Anfang der späteren Eskalation war». ddp/anp/fgr
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