
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Hamburg (dapd-nrd). Das Sturmtief Bert hat in Teilen Norddeutschlands Schäden hinterlassen. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg mussten die Einsatzkräfte aufgrund von Sturm und Starkregen vermehrt ausrücken. Nach Angaben der Feuerwehren wurde eine Person verletzt. Mecklenburg-Vorpommern blieb von dem Unwetter weitgehend verschont. Am Samstag sollte die Gewittergefahr nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes abnehmen. Es wurde jedoch vereinzelt mit Windböen gerechnet. Von Südwesten sollte die feuchtwarme Luft durch deutlich kühlere Luft verdrängt werden. Allein im Landkreis Pinneberg in Schleswig-Holstein wurde die Feuerwehr bis 2.30 Uhr zu mehr als 150 Einsätzen gerufen, wie Kreispressewart Michael Bunk auf dapd-Abfrage sagte. Die Feuerwehr musste vollgelaufene Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Besonders betroffen war die Gegend rund um Quickborn. In Tangstedt brannte nach einem Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus. Zwtl.: Zwei Fähren vor Helgoland stoßen zusammen Vor der Nordseeinsel Helgoland stießen am Freitag zwei Passagierschiffe zusammen. Bei der Kollision der «Helgoland» und der «Funny Girl» wurde niemand verletzt, wie die Polizei in Elmshorn mitteilte. Eine der beiden Fähren lief auf Grund, weshalb die Passagiere für eine Weiterfahrt auf das Einsetzen der Flut warten mussten. Auf der Ostseeinsel Fehmarn machte ein Blitzeinschlag ein Wohnhaus unbewohnbar. Der Brand sei erst am Samstagvormittag gelöscht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher auf dapd-Anfrage. Niemand wurde verletzt. Das Feuer brach gegen 1.50 Uhr in dem 30 mal 10 Meter großen Wohnhaus in Johannesberg aus. Etwa 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Bereits am Freitagnachmittag hatte es in Niedersachsen Starkregen und Orkanböen gegeben. In Oldenburg gingen innerhalb von 20 Minuten bei der Polizei etwa 80 Notrufe ein. Binnen kurzer Zeit fielen 30 Liter Wasser pro Quadratmeter. Im Emsland musste ein Mann nach einem Blitzeinschlag verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Im Landkreis Stade wurden 92 wetterbedingte Einsätze registriert. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz. Der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Zwtl.: Konzert im Stadtpark abgebrochen Auch in Hamburg hielt Starkregen die Einsatzkräfte in Atem. Von 20.30 bis 23.00 Uhr rückten die Einsatzkräfte 70 Mal aus, wie ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen auf dapd-Anfrage sagte. Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen, umgeknickten Bäumen und überfluteten Straßen musste im Stadtpark ein Konzert abgebrochen werden. Es sei niemand verletzt worden. Glimpflich verlief die Nacht in Mecklenburg-Vorpommern. Es seien lediglich vereinzelt Bäume umgefallen, sagte ein Sprecher der Lagezentrums in Schwerin am Samstag auf dapd-Anfrage. In Lübberstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) setzte ein Blitzeinschlag ein Mehrfamilienhaus in Brand. Die Bewohner des Hauses konnten sich den Angaben zufolge rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt. dapd/jaw/iha /1
Quelle: dapd