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Mord in Schloß Holte-Stukenbrock - Ehefrau erliegt schwersten Kopfverletzungen: Dienstagmorgen, 23. Februar, gegen 08.45 Uhr wurde die Polizei von einem 32-jährigen Hausbewohner am Lippstädter Weg im Ortsteil Senne darüber informiert, dass es im Nachbarhaus zwischen einem Ehepaar zu lautstarken und handfesten Auseinandersetzungen gekommen sei. Der 32-Jährige war von einer anderen Zeugin um Hilfe gebeten worden, die eigentlich einen Termin zum Wasserablesen in dem besagten Haus hatte.
Bei Eintreffen der ersten Funkstreifenwagenbesatzungen wurde die 44-jährige Bewohnerin des Hauses mit schwersten Kopfverletzungen vorgefunden. Auch ihr 49-jähriger Ehemann hielt sich dort auf und wies Verletzungen am Körper auf.
Es wurde bekannt, dass das aus Russland stammende Ehepaar offenbar getrennt lebt. Die 44-jährige Frau wohnt mit ihren vier Kindern im Alter von 4, 9, 14 und 21 Jahren allein im Haus am Lippstädter Weg, ihr Ehemann soll im Raum Stukenbrock wohnhaft sein.
Seit wann und warum der Mann jetzt im Haus war und was der Anlass für den Streit und die Gewalttätigkeiten war, ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen ist es bereits im Dezember des vergangenen Jahres zu einer häuslichen Gewalt zwischen den Eheleuten gekommen.
Auch steht noch nicht fest, in welcher Art und Weise die Beteiligten ihre aufgewiesenen Verletzungen zugefügt bekommen haben.
Die schwer verletzte Frau wurde vor Ort vom Notarzt behandelt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Bielefeld geflogen.Dort erlag sie am Mittwochmorgen den Folgen der schweren Verletzungen.
Die minderjährigen Kinder befinden sich in der Obhut des Jugendamtes. Die Mordkommission Bielefeld wurde eingeschaltet und hat am Tatort mit der Spurensuche und der Tatortaufnahme begonnen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Der 49-jähriger Ehemann wurde nach seiner Behandlung im Krankenhaus am Dienstagabend ins Gewahrsam der Polizei in Bielefeld eingeliefert. Er wird im Laufe des heutigen Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld einem Haftrichter vorgeführt.
Der Tatverdächtige hat sich bisher zum Vorfall nicht geäußert. Tathergang sowie Art und Weise der Verletzungen sind noch unklar. Die Ermittlungen der Mordkommission Bielefeld dauern an. Eine Obduktion des Opfers wurde angeordnet, aus der die Ermittler möglicherweise weitere Erkenntnisse zur Klärung der Tatumstände erhalten werden.
Quelle: Polizei