Nachrichten von anonymous
POSToffen III heißt es in diesem Jahr vom 1. - 16. Mai. Bereits zum dritten Mal nach 2008 und 2009 hat das Team der Alten Post eine Kunstausstellung nach Roßwein geholt, die Vergleichen mit ähnlichen großstädtischen Projekten mühelos standhält. Die Kleinstadt mausert sich zu einem interessanten Kulturstandort in Sachsen.
Das sieht auch die AG-STADTGESTALTUNG mit ihrem Moderator Kay Hanisch so; sie regte auf ihrer letzten Sitzung die Gründung einer Initiative zum Erhalt der Alten Post an.
Tatsächlich könnte sich das denkmalgeschützte städtische Gebäude mit dem malerischen Innenhof auf Dauer zu einem wahren Kleinod entwickeln. In jeder größeren Stadt ständen die Investoren wohl schlange, wenn sie ein solches Objekt angeboten bekämen.
Jetzt kommt es in Roßwein darauf an, gemeinsam mit Stadt und Vereinen behutsam eine tragfähige Konzeption zu erarbeiten. Die derzeitigen Veranstaltungen reichen zwar noch nicht aus, die laufenden Fixkosten zu decken, jedoch ist die Angelegenheit dank der hervorragenden ehrenamtlichen Arbeit des Post-Offen-Teams um Karolina Kempe und Matthias Lange auf einem guten Weg.
Und dass der Bedarf vorhanden ist, zeigte der vergnügliche literarisch-musikalische Abend am Mi, den 5. Mai mit Claus Vejrazka & Maik Oyen. Dicht gedrängt saßen die Zuhörer im Veranstaltungssaal und lauschten der kurzweiligen Lesung Verjazkas und den anspruchsvollen Vorträgen des Salonmusikers Oyen. Eine höchst gelungene Symbiose zweier unterschiedlicher Genres.
Claus Verjazka überzeugte mit ironisch-witzigen Anspielungen auf das aktuelle Stadtbild wie auf die Geschichte der Stadt und der postalischen Bedeutung des Gebäudes. Sprachlich an den BUMMEL DURCH DEUTSCHLAND des großen Mark Twain erinnernd, spielte er sich mit dem Musiker Maik Oyen die Bälle zu. Großartig.
Quelle: Eigener Bericht