Foto: Symbolbild
Dummer Abischerz im Kreis Rhön-Grabfeld löst Polizeieinsatz aus - Ein missratener Scherz im Zusammenhang mit ihrem bestandenen Abitur kommt zwei Schülern aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld möglicherweise teuer zu stehen. Die beiden hatten am Dienstagnachmittag, 16. Juni, einen Banküberfall und eine Geiselnahme in ihrem Fahrzeug simuliert und dadurch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.
Für eine Vorführung während des geplanten Abischerzes an ihrer Schule hatten die Abiturienten die glorreiche Idee, verschiedene Actionszenen aus bekannten Filmen nachzustellen und auf Video aufzunehmen. Unter anderem filmten sie auch einen Banküberfall. Dabei stürmte zur Mittagszeit einer der beiden 19-Jährigen vermummt und mit einer täuschend echten silbernen Softair-Waffe in den Vorraum einer Bank, die auf Grund der Mittagspause geschlossen war. Anschließend fuhren sie mit einem Pkw davon. Während der Fahrt hielt der Vermummte dem Fahrer auch noch die silberne Pistole an den Kopf.
Besorgte Verkehrsteilnehmer und Passanten verständigten daraufhin die Polizei, die sofort eine Großfahndung einleitete. Kurze Zeit später wurden die beiden „Helden“ gestellt. Derzeit wird geprüft, ob die Schüler für die entstandenen Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen müssen.
Diesen Sachverhalt nimmt die Polizei in Unterfranken noch einmal zum Anlass, an die Vernunft aller Schulabgänger zu appellieren. Nach dem vielen Lernen und den Anstrengungen während der vielen Prüfungen ist es verständlich, dass viele Absolventen ein großes Bedürfnis haben, ausgiebig zu feiern. Dennoch sollte man auch das besonnen tun. Die Polizei will sicherlich kein Spielverderber sein, sondern die Beamten wollen vielmehr ein böses Erwachen und unangenehme Folgen von unüberlegtem Handeln vermeiden. Schließlich soll dem Start in das Studium oder Berufsleben nichts im Wege stehen.
Quelle: Polizei