
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Lüdinghausen (ddp-nrw). Zwei Männer haben den Sprengstoffanschlag auf einen Nachtclub in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) gestanden. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte, hat ein 43-Jähriger eingeräumt, am Abend des 5. August eine Handgranate auf das Gelände der Bar geworfen zu haben. Ein 46-jähriger Bekannter hatte den Mann zum Tatort gefahren. Bei der Explosion der mit 3000 Metallkugeln bestückten Splitterhandgranate war niemand verletzt worden und nur leichter Sachschaden entstanden. Der Haupttäter nannte als Motiv für die Tat Rache. Er habe «ein Zeichen setzen» wollen. Allerdings habe er niemanden töten wollen. Der wegen kleinerer Delikte vorbestrafte Mann hatte bis Ende Juli mit seiner 28-jährigen Freundin zusammengelebt. Diese arbeitete in dem Nachtclub, ließ ihren Verlobten aber über die Art ihrer Tätigkeit im Unklaren. Nachdem der Mann erfahren hatte, dass die Frau in der Bar der Prostitution nachging, kam es zur Trennung. Es folgten Auseinandersetzungen zwischen ihm, der 28-jährigen und dem Barbetreiber. Beide Männer wurden am Dienstag von Spezialkräften in ihren Wohnungen festgenommen. Sie hatten jahrelang im Bergbau gearbeitet, konnten ihre Berufe aber krankheitsbedingt nicht mehr ausüben. Kennengelernt hatten sie sich erst vor einigen Wochen in einem Café in Recklinghausen. Sie wurden nach ihren Vernehmungen entlassen. Die Herkunft der vermutlich aus Osteuropa stammenden Granate ist noch ungeklärt. Der Täter will sie von einem Araber gekauft haben. ddp/map/pon
Quelle: ddp
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