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Rollerfahrer bei Unfall in Oberndorf-Ahrensflucht schwer verletzt - Offenbar die gesamte Nacht unentdeckt

Oberndorf, Fr. 05.12.08 14:40
Nachrichten von Stefan_Weinzierl
Rollerfahrer bei Unfall in Oberndorf-Ahrensflucht schwer verletzt - Offenbar die gesamte Nacht unentdeckt
Foto: Symbolbild

Nach bisherigen Ermittlungen kam es am Donnerstagabend, 4. Dezember, gegen 22.30 Uhr, in Ahrensflucht-Oberndorf, zu einem Verkehrsunfall. Ein 20-jähriger Hemmoorer befuhr mit einem nicht versicherten und nicht zugelassenem Motorroller von der B 73 aus die Straße Ahrensflucht.
Kurz vor einem Bahnübergang fuhr er in einer Rechtskurve geradeaus, durchschlug mit hoher Geschwindigkeit einen Holzzaun und kam im Obstgarten eines dortigen Hauses zum Liegen. Anwohner hatten zur vermutlichen Unfallzeit zwar ein Geräusch wahrgenommen, dieses aber nicht auf einen Unfall zurückführen können.
Die Lage im Garten verhinderte die Entdeckung des Unfallopfers zur Nachtzeit. Erst gegen 07.30 Uhr am Freitagmorgen wurde zunächst der Roller und dann etwas entfernt der 20-jährige Verletzte entdeckt. Notarzt, Rettungswagen und Polizei waren im Einsatz.
Ein zunächst angeforderter Rettungshubschrauber konnte abbestellt werden.
Das Unfallopfer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde in einem Krankenhaus aufgenommen. Dem jungen Unfallfahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Außerdem ist der 20-Jährige nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis.
Auch wenn die genaue Unfallursache zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt ist, nutzt die Polizei Hemmoor diesen Verkehrsunfall für folgende Erklärung:
Viele junge Fahrer von Mofa und Motorrollern sind sich der Gefahren nicht bewußt, wenn sie ihre Zweiräder unerlaubt verändern und damit die Geschwindigkeiten zum Teil dramatisch erhöhen. Zum Teil nur mit Mofa-Prüfbescheinigung oder, wie in diesem Fall, ganz ohne Fahrerlaubnis, werden Zweiräder mit Geschwindigkeiten von bis zu oder über 100 km/h gefahren, obwohl weder die Fahrer darauf ausgebildet, geschweige denn die Zweiräder für solche Geschwindigkeiten ausgelegt sind.
Aufgrund der großen Risiken für die Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer und der im Falle eines Unfalles meist schweren Verletzungen geht die Polizei seit längerer Zeit gezielt mit Kontrollen gegen die Fahrer der manipulierten Zweiräder vor.
Insbesondere an die Eltern von Jugendlichen appelliert die Polizei, sich über den Zustand der Zweiräder der Kinder Klarheit zu verschaffen.
Durch die Manipulationen besteht zumeist kein Versicherungsschutz mehr.
Fahrerlaubnispflichten werden fast immer missachtet.
Polizeiliche Kontrollen führen in diesen Fällen fast immer zu Strafanzeigen. Hier sollte die Prävention bereits im Elternhaus beginnen.
Quelle: Polizei


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