
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Dresden/Erfurt/Magdeburg (ddp-lsc). Starke Schneefälle und gefährliche Glätte haben am Wochenende auf den Straßen Mitteldeutschlands zu zahlreichen Unfällen geführt. Während sich die Lage am Sonntag beruhigt hatte, waren am Samstag auf Autobahnen und Bundesstraßen vor allem Lkw ins Schleudern gekommen, hatten sich quer gestellt und den Verkehr behindert. In Magdeburg kamen nach Polizeiangaben eine 43-jährige Autofahrerin und ihr 46 Jahre alter Beifahrer ums Leben, als ihr Auto auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und mit einem entgegenkommenden Milchtransporter zusammenprallte. Wie die Polizei in Jena mitteilte, verlor in der Nacht zu Samstag auf der Bundesstraße 7 ein Lkw-Fahrer bei Mönchenholzhausen in einer Rechtskurve in Richtung Erfurt die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach die Leitplanke und fuhr die Böschung hinab. Der Lkw, der laut Polizei auf der glatten Straße zu schnell unterwegs war, kippte mit Anhänger um. Der 28-jährige Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Schaden von etwa 100 000 Euro. Die Bundesstraße musste wegen des Unfalls für mehrere Stunden gesperrt werden. Auch auf der Autobahn 9 kam es nach Polizeiangaben zwischen Bad Klosterlausnitz und Droyßig auf glatter Fahrbahn zu mehreren kleinen Unfällen mit Blechschäden. Ein mit Metallteilen beladener Sattelzug geriet am Samstagmorgen nach Angaben der Thüringer Polizei auf der Autobahn 9 ins Schleudern, prallte gegen die Leitplanke und stürzte um. Dabei wurde der Fahrer leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von 80 000 Euro. Die Polizei in Gera meldete am Samstagmorgen einen schweren Unfall, bei dem ein Mann mit seinem Wagen zwischen Großebersdorf und Niederpöllnitz auf eisglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten und dort mit einem anderen Auto kollidiert war. Er und die Fahrerin des entgegenkommenden Fahrzeugs sowie ein vierjähriges Kind wurden dabei schwer, ein weiterer Insasse leicht verletzt. In Sachsen-Anhalt war die Autobahn 2 zwischen Alleringersleben und Eilsleben nach einem Unfall mehrere Stunden gesperrt. Auf der Autobahn 9 stellten sich mehrere Lkw quer. Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, musste die A 2 zwischen der Landesgrenze Niedersachsen und dem Magdeburger Kreuz wegen mehrerer liegen gebliebener Lkw und Pkw zeitweilig voll gesperrt werden. Auf der A 9 bei Köselitz verunglückte ein polnischer Kleinbus mit neun Insassen, der nach Einschätzung der Polizei auf der glatten Fahrbahn zu schnell unterwegs war. Vier Menschen in dem Fahrzeug wurden schwer, drei leicht verletzt. Auf anderen Autobahnen und Bundesstraßen sei es wegen Schneeverwehungen und Glätte ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen gekommen. Auch in Sachsen behinderten durch Schneeglätte und Schneeverwehungen liegen gebliebene oder querstehende Lkw den Verkehr. Wie ein Sprecher des Verkehrswarndienstes in Dresden sagte, waren die A 14 zwischen Nossen und Grimma sowie die A 4 zwischen Wilsdruff und dem Dreieck Nossen sowie die Bundesstraße 95 Richtung Chemnitz besonders betroffen. Auf der A 4 bei Pulsnitz drehte sich ein Auto auf der glatten Fahrbahn. Meist sei es aber bei Blechschäden geblieben. Allein am Samstag seien 541 Unfälle mit 48 Verletzten registriert worden. In weiten Teilen Mitteldeutschlands hatte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig in der Nacht zum Samstag ergiebige Schneefälle gegeben. In Sachsen-Anhalt fielen bei frostigen Temperaturen bis zu 23, in Sachsen und Thüringen bis zu 14 Zentimeter Neuschnee. Auch in den nächsten Tagen soll es kalt bleiben. Vereinzelt müsse mit weiteren Schneefällen gerechnet werden. «Von Frühling kann noch keine Rede sein», sagte ein Meteorologe. (Quellen: Alle in Erklärungen und auf ddp-Anfrage) ddp/shu/kos