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Hochwasser-Pegel in Nordhorn steigt nicht mehr

Nordhorn,Mo, 30.08.10 08:28
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Foto: Symbolbild

Hochwasser-Pegel in Nordhorn steigt nicht mehr - Als Folge des Dauerregens in Niedersachsen stehen Teile der Innenstadt von Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim weiter unter Wasser. Der Pegel der durch die Stadt verlaufenden Vechte sei aber konstant, das Wasser steige nicht mehr, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag, 29. August. Mehrere Straßen seien überflutet, das Wasser sei in Keller, Wohnräume und Garagen eingedrungen. Die Innenstadt sei komplett gesperrt. Mit dem Nordhorn-Almelo-Kanal sei auch der erste Kanal im Stadtgebiet über die Ufer getreten.

Das Wasser aus den überschwemmten Gebieten im Umland war am Samstag verstärkt in die Vechte und Kanäle gelaufen und hatte zur Überflutung geführt. Die Abwasserschächte konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Die Feuerwehr ist seitdem im Dauereinsatz. Sie hatte am Nachmittag begonnen, die Innenstadt und die Gebäude mit Sandsäcken zu sichern. Wegen der angespannten Lage bekam sie Unterstützung von etwa 100 Soldaten der Bundeswehr. Die Einsatzkräfte sind gegenwärtig dabei, das Wasser abzupumpen. Nordhorn zählt rund 55 000 Einwohner. Der Katastrophenalarm im ebenfalls von Überflutung heimgesuchten Osnabrück konnte inzwischen aufgehoben werden.

Die Lage habe sich seit Samstag deutlich entspannt, die Pegelstände fielen kontinuierlich, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Feuerwehr pumpe als Folge des Dauerregens vom Freitag aber immer noch Keller aus, einige wenige Straßen seien noch gesperrt. In den Fluss Hase gestürzte Bäume behinderten an einigen Stellen das Ablaufen des Wassers. Das Evakuierungszentrum in einer Schule wurde am den Angaben zufolge am Samstagabend geschlossen. Die Stadt hatte den Katastrophenalarm am Freitagmorgen nach starken Regenfällen ausgelöst. Flüsse und Bäche in der Region waren über die Ufer getreten, das Wasser drang in mehrere Hundert Häuser ein und überflutete Firmengelände.

Mehrere Straßen mussten gesperrt werden. In einigen Teilen der Stadt und in Gemeinden im Umland fiel der Strom aus. Die Schäden belaufen sich nach Angaben der Stadt auf mehrere Millionen Euro. Über 5000 Kräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW), der Polizei und der Bundeswehr waren seit Freitag im Einsatz. In Osnabrück waren nach Angaben der Stadt innerhalb von 24 Stunden 119 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.
Quelle: ddp/mor/pon /1


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