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Nachrichten aus Norderney


Wenig Hoffnung für Vermissten nach Unfall in Nordsee-Windpark - -- Von Patrick von Krienke --

Norderney, Do. 26.01.12 11:24
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Wenig Hoffnung für Vermissten nach Unfall in Nordsee-Windpark -  -- Von Patrick von Krienke --
Foto: Symbolbild

Borkum/Bremen (dapd-nrd). Nach einem Unfall am Hochsee-Windpark «BARD Offshore 1» etwa 100 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum wird ein Arbeiter in der Nordsee vermisst. «Bei der Installation eines Fundamentes für eine Windkraftanlage stürzte eine sogenannte Anlandeplattform ins Wasser. Dabei wurde ein Mann in die Tiefe gerissen», teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwochabend auf ihrer Webseite mit.Ein zweiter Arbeiter konnte sich bei dem Absturz kurz nach 9.00 Uhr am Mittwochmorgen gerade noch in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.Trotz einer groß angelegten Suchaktion, bei der mehrere Schiffe und Hubschrauber beteiligt waren, konnte der Mann nicht gefunden werden. Seine Überlebenschancen gelten in dem nur wenige Grad kalten Nordseewasser als verschwindend gering, wie ein Sprecher der Seenotrettung auf dapd-Anfrage bestätigte. Die Suche wurde bei Einbruch der Dunkelheit zunächst eingestellt.Nach Angaben der Seenotleitung in Bremen seien neben den Rettungskreuzern «Hannes Glogner» von der Insel Norderney und der «Alfried Krupp» von der Insel Borkum auch ein Hubschrauber der Bundespolizei und ein Helikopter der Deutschen Marine an der Suche beteiligt gewesen, hieß es. Auch noch am Mittag eingesetzte Taucher suchten vergebens nach dem Vermissten.Während der Rettungsarbeiten wurde an Bord des Schiffes «Wind Lift I» ein anderer Mann verletzt. Er wurde zusammen mit dem unverletzten Unfallbeteiligten vom Bundespolizeihubschrauber auf die Insel Helgoland geflogen. An dem Windpark war bereits im Juli 2010 ein schwedischer Taucher bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen.Am Donnerstag wollten Vertreter der Betreiberfirmen von Offshore-Windparks bei der Seenotleitung in Bremen zusammenkommen, um über den Aufbau einer eigenen Rettungsstelle für die Windparks vor der deutschen Küste zu beraten. Diese soll auch von den Firmen finanziert werden. Bislang ist die Seenotleitung in Bremen zuständig für den Rettungsdienst in den deutschen Küstengewässern. Sie stützt sich dabei auf die Seenotrettungskreuzer der DGzRS und die Search and Rescue (SAR) Helikopter der Marine aus Kiel.dapd / pvk / K2533 / roy /1


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