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Nachrichten aus Murnau am Staffelsee





Rechte stoßen in Murnau auf geringes Interesse

Murnau am Staffelsee, Mo. 30.06.08 09:33
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

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Foto: Polizei

Die von einem bekannten 31-jährigen Münchner Rechtsextremen in Murnau angemeldete Kundgebung mit Aufzug der „Freundschaft Oberland“ am Samstag, 28. Juni, ist ohne nennenswerte Sicherheitsstörungen verlaufen. Vier Personen wurden vorübergehend festgenommen. Rund 80 Teilnehmer der rechten Szene waren vorwiegend aus dem Raum München mit dem Regionalzug nach Murnau angereist. Mit geringer zeitlicher Verzögerung marschierte die Gruppe am Nachmittag ins Ortszentrum des Marktes und hielt dort eine 30-minütige Kundgebung ab. Getrennt durch Polizeikräfte versuchten rund 50 Punker durch Lärm und Zwischenrufe den Kundgebungsredner zu stören. Auch eine gefüllte Wasserflasche wurde geworfen und damit der Tatbestand einer versuchten gefährlichen Körperverletzung erfüllt. Fast zwei Stunden vor dem geplanten Ende wurde die Veranstaltung von dessen Leiter für beendet erklärt. Aufgrund polizeilicher Erkenntnisse im Vorfeld der Veranstaltung, insbesondere in den einschlägigen Internetforen der linken Szene musste die für den Einsatz verantwortliche Polizeidirektion Weilheim von konkreten Gefahrenlagen für eine Störung oder sogar Blockade des Aufzuges ausgehen. Rund 350 eingesetzte Beamte gewährleisteten durch Vorkontrollen, Zugbegleitung und Verkehrsmaßnahmen die Sicherheit für alle Beteiligten. Die örtliche Polizei aus Murnau und Weilheim wurde unterstützt von Bereitschaftspolizei aus München und Dachau, sowie von der Bundespolizei am Bahnhof Murnau. Von politischer und gewerkschaftlicher Seite aus eingerichtete Informationsstände schufen keine Gefahrenlagen. Insgesamt wurden bei Kontrollen auf den Zufahrtsstraßen nach Murnau und während der Veranstaltung vier Personen vorübergehend fest- bzw. in Gewahrsam genommen. Bei einem Veranstaltungsteilnehmer wurde ein verbotenes Messer, bei einem anderen ein Axtstiel und zwei Messer sichergestellt. Ein weitere Versammlungsteilnehmer führte einen Handschuh mit Sandeinlage mit, weshalb er angezeigt wurde. Polizeidirektor Günter Hackenberg bedankte sich bei den Einsatzkräften für deren professionelle Vorgehensweise. Das geringe Interesse der Bevölkerung an dem rechten Umzug erleichterte letztlich das polizeiliche Vorgehen. Insoweit ging die Strategie des Marktes als zuständige Sicherheitsbehörde auch im sicherheitspolizeilichen Sinne auf. Im benachbarten Wolfratshausen war von 11.00 bis 13.45 Uhr ein Infostand der NPD aufgebaut. Der in diesem Zusammenhang vom bürgerlichen Spektrum durchgeführte Aufzug mit dem Motto „Wolfratshausen ist bunt“, an dem sich ca. 120 Personen beteiligten, verlief ohne Zwischenfälle oder Sicherheitsstörungen.



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