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Todesschütze von Dachau handelte offenbar aus Hass auf die Justiz - Transportunternehmer hat bislang zahlreiche Prozesse verloren - Trauerfeier am Montag -- Von Ralf Beunink --

München (Stadt), Di. 17.01.12 18:16
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

München (dapd-bay). Mit einer öffentlichen Trauerfeier soll am Montag (23. Januar, 9.00 Uhr) des in Dachau ermordeten Staatsanwaltes gedacht werden. Beigesetzt wird der 31 Jahre alte Staatsanwalt hingegen im engsten Familienkreis, wie eine Sprecherin des Justizministeriums am Dienstag in München sagte. Welche Politiker an der Trauerfeier in der Kirche St. Michael in der Maxburgstraße teilnehmen, stehe noch nicht fest.Der junge Staatsanwalt war am vergangenen Mittwoch im Dachauer Amtsgericht von dem 54-jährigen Transportunternehmer Rudolf U. erschossen worden, der sich dort wegen nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge verantworten musste. Der Mann handelte offenbar aus Hass auf die bayerische Justiz. U. habe gegenüber seinem Anwalt Wilfried Eysell von ständiger Ungerechtigkeit gesprochen, berichtete die «Süddeutsche Zeitung» (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Eysell. Auf Nachfrage wollte Eysell den Bericht am Mittwoch allerdings nicht kommentieren.Anwalt Eysell sagte dem Zeitungsbericht zufolge, der Transportunternehmer habe geäußert, dass er seit sieben Jahren immer vor Gericht verloren habe. Stets sei alles an ihm hängen geblieben. Zum Ablauf der Tat und der illegal erworbenen Waffe habe Rudolf U. nichts gesagt. Der Mann leide an Herzproblemen und den Folgen eines Schlaganfalls. Er habe sich über die Haftbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim beklagt. «Reue liegt bei ihm nicht vor. Entweder kann er nicht bereuen, oder er ist noch nicht so weit», zitiert das Blatt den Anwalt.Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch konnte am Mittwoch keine Angaben zum möglichen Tatmotiv machen. «Mit uns hat er bislang nicht gesprochen», sagte er über den Beschuldigten. Von Beschwerden über die Haftbedingungen sei ihm nichts bekannt.dapd / rab / iha /1



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