Brand in Mittelnkirchen: Feuer zerstört Reetdachhaus - Am Sonntagnachmittag, 16. Oktober, gegen 15:30 h wurde der Polizei und Feuerwehr der Brand eines Reetdachhauses in der Straße Hohenfelde in Mittelnkirchen gemeldet.
Der 41-jährige Bewohner des renovierten Hauses auf dem dortigen Lühedeich hatte Qualm aus den Giebelbereich seines reetgedeckten Gebäudes kommen sehen und noch versucht mit einem Gartenschlauch den Brand zu löschen.
Seine 50-jährige Lebensgefährtin hatte daraufhin den Notruf gewählt. Beide konnte zusammen mit der 8-jährigen Tochter das Haus unverletzt verlassen.
Als die ersten Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, drang bereits Qualm aus dem gesamten Firstbereich des ca. 10 x 10 m großen Hauses. Trotz intensiven Löscheinsatzes der über 100 eingesetzten Feuerwehrleute aus den Ortswehren Mittelnkirchen, Guderhandviertel, Neuenkirchen, Steinkirchen und Grünendeich, die teilweise unter schwerem Atemschutz die Brandbekämpfung vornahmen und die durch die Drehleiter der Feuerwehr Stade sowie den Atemschutzcontainer der Kreisfeuerwehr unterstützt wurden, konnte das Gebäude nicht gehalten werden, es brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Der Feuerwehr gelang es, die direkt neben dem Brandort stehenden Gebäude, eines davon ebenfalls reetgedeckt, zu schützen, ein Übergreifen der Flammen sowie gefährlicher Funkenflug über die Lühe konnten dabei verhindert werden.
Die beiden Bewohnern schafften es zusammen mit Nachbarn und der Unterstützung durch die Feuerwehrleute noch einen Teil ihres Hab und Guts aus dem Haus zu bergen, bevor es den Flammen zum Opfer fiel. Die Drei kommen vorübergehend bei Nachbarn in einer Ferienwohnung unter.
Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf mindestens 200.000 Euro belaufen. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht am Fuß verletzt. Die beiden Hausbewohner erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Alle Drei mussten nach der Erstversorgung an der Einsatzstelle von der Besatzung dreier eingesetzter Rettungswagen von DRK und MHD ins Elbeklinikum Stade eingeliefert werden.
Tatortermittler der Polizeiinspektion Stade haben noch vor Ort die ersten Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen, die genaue Ursache wird sich aber erst nach Abschluss der Ermittlungen der Brandexperten der Polizei, die Anfang der Woche anlaufen werden, feststellen lassen.
Die Landesstraße 140 musste für die Zeit der Löscharbeiten voll gesperrt werden, der Verkehr wurde mit Hilfe der Feuerwehr örtlich umgeleitet, es kam zu keinen größeren Behinderungen.
Quelle: Polizei