Foto: Symbolbild
Brand in München-Milbertshofen: Selbstmord durch Gas-Explosion - Am Mittwoch, 23. Juni, gegen 15.45 Uhr, hörten mehrere Nachbarn ein Explosionsgeräusch aus einem Mehrfamilienhaus in der Georgenschwaigstraße und verständigten die Feuerwehr. Die eintreffenden Einsatzkräfte konnten feststellen, dass es im Zimmer eines 21-jährigen Deutschen zu einer Explosion mit anschließendem Brand gekommen war. Durch den Explosionsdruck wurden die Wohnungsfenster
herausgedrückt. Das Feuer zerstörte das Zimmer des 21-Jährigen, weitere Schäden entstanden durch Rußniederschlag in den angrenzenden Räumen und an der Hausfassade. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 150.000 Euro. Der 21-Jährige erlitt schwere Brandverletzungen und konnte noch brennend in den Hausflur flüchten, wo Anwohner seine Kleidung löschen konnten. Er kam zunächst schwerst verletzt in ein Münchner Klinikum, wo er im Laufe der Nacht seinen Verletzungen erlag.
Die vor Ort durchgeführten Ermittlungen des Fachkommissariats ergaben, dass der 21-Jährige gemeinsam mit einer 22-jährigen und einem weiteren 21-jährigen Deutschen in der Drei-Zimmer-
Wohnung im dritten Stock des vierstöckigen Mehrfamilienhauses lebte. Unmittelbar vor der Explosion hatte er mit seinem Handy auf dem Festnetzanschluss der Wohnung angerufen und seinen beiden Mitbewohnern erklärt, was er vorhabe. Diese konnten noch rechtzeitig vor der Explosion das Haus verlassen. Es wird davon ausgegangen, dass der verstorbene 21-Jährige
mehrere Gaskartuschen in seinem Zimmer in Suizidabsicht zur Explosion gebracht hat. Die genauen Umstände des Tathergangs bedürfen noch eingehender Überprüfungen.
Seine beiden Mitbewohner erlitten einen Schock und kamen zur ambulanten Behandlung in ein Münchner Krankenhaus.
Quelle: Polizei
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