
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Radeberg (ddp-lsc). Die Aufräumarbeiten in den sächsischen Wäldern werden nach dem Tornado an Pfingsten noch mehrere Monate dauern. Rund 200 000 Bäume seien durch das Unwetter beschädigt worden, sagte Sachsenforst-Geschäftsführer Hubert Braun am Donnerstag in Radeberg. Dies entspreche einer Holzmenge von 108 500 Kubikmetern. Die umgekippten und abgebrochenen Bäume sollen in den kommenden Monaten aufgearbeitet, aus dem Wald gebracht und von der Industrie weiterverarbeitet werden. Rund die Hälfte der Schäden ist den Angaben zufolge in privaten, kommunalen und kirchlichen Wäldern entstanden. «Die Waldbesitzer verfügen oftmals nur über Kleinstflächen, die häufig total zerstört wurden», sagte Braun. Eine Hauptaufgabe sei es nun, die betroffenen Waldbesitzer ausfindig zu machen und mit ihnen die notwendigen Arbeiten zu besprechen. Zur Unterstützung der Forstbezirke bei den Aufräumarbeiten wurden den Angaben zufolge drei neue Mitarbeiter für ein halbes Jahr eingestellt. Neben Maschinenzügen und forstlicher Großtechnik seien auch Forstwirte mit Motorsägen und Spezialtraktoren im Einsatz, sagte Braun. Erschwerend bei den Aufräumarbeiten wirkten sich die Niederschläge der vergangenen Wochen aus. Da die Waldböden stark durchnässt seien, gebe es Probleme bei der Schadensbeseitigung. Die von den Landkreisen Bautzen und Meißen sowie der Stadt Dresden verfügten Waldsperrungen blieben bis auf weiteres bestehen. Bei dem Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde war am Pfingstmontag (24. Mai) in Großenhain ein sechsjähriges Mädchen durch einen umstürzenden Baum ums Leben gekommen. Bis zu 50 Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude in der Region wurden zerstört oder waren einsturzgefährdet. ddp/wol/jgu
Quelle: ddp