
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Meißen/Bautzen (ddp-lsc). Die Landkreise Meißen und Bautzen haben fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien ihr gemeinsames Hilfsprojekt offiziell beendet. Mit Spendengeldern von Privatleuten, Kommunen und Vereinen seien 24 feste Häuser in Kandagodalla auf Sri Lanka errichtet worden, sagte Thomas Rösch vom Landratsamt Meißen. Mit der Umsetzung hatten die beiden Kreise die Humanitäre Hilfe Overath (HHO) mit langjähriger Auslandserfahrung beauftragt. Der Verein aus dem Bergischen Land hatte 220 000 Euro aus Spenden zur Verfügung, davon stammten 200 000 Euro aus Sachsen. Bis zu 35 Fischerfamilien hätten in den neu gebauten Wohnhäusern etwa 400 Meter vom Meer entfernt eine neue Bleibe gefunden, sagte HHO-Projektkoordinator Manfred Müller. Die Flutwellen am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 hatten ihre bisherigen Behausungen in Strandnähe vernichtet. Alle Gebäude, die von einheimischen Baufirmen und Handwerkern errichtet worden waren, verfügten über Strom- und Wasseranschlüsse, hieß es. Die Regierung Sri Lankas unterstützte das Projekt laut Müller mit umgerechnet 63 000 Euro. Alle deutschen Spendengelder seien vollständig in den Bau der Siedlung geflossen. Reisen zur Bauüberwachung hat die HHO aus eigenen Mitteln oder mit Geldern der Regierung aus Colombo bezahlt. Die Landkreise Bautzen und Meißen wollten die spontanen Spenden ihrer Bürger seinerzeit nicht an anonyme Hilfsorganisationen geben, sondern in konkret nachvollziehbare Projekte stecken, wie Müller sagte. Die Vermittlung an die HHO erfolgte über das Auswärtige Amt. In der Region Meißen wurden zudem zwei Privatinitiativen unterstützt, die über persönliche Beziehung nach Sri Lanka Soforthilfe leisteten. ddp/lsm/stu