
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
München (ddp-bay). Nach der Misshandlung einer 83-jährigen Rentnerin durch zwei 13-Jährige in München fordert die Junge Union Bayern eine Absenkung der Strafmündigkeit auf 12 Jahre für bestimmte Fälle. «Diese soll nur für Taten gegen das Leben oder die körperliche Unversehrtheit gelten», sagte der stellvertretende Landesvorsitzende und Leiter des Fachbereichs Innere Sicherheit, Karlheinz Roth, der Nachrichtenagentur ddp am Donnerstag. Wenn ein 13-Jähriger imstande sei, ein derartiges Verbrechen zu begehen, solle er sich nicht hinter dem Schutzschild der altersbedingten Unmündigkeit verstecken können, sagte Roth. «Durch ihre Tat beweisen die Täter eine perfide Reife, der die Gesellschaft begegnen muss.» Die beiden 13 Jahre alten Jungen sollen am Montag auf eine 83-Jährige uriniert, sie mit Fußtritten traktiert und ihr einen halben Liter Schnaps gewaltsam eingeflößt haben. Die Schnapsflasche sollen sie anschließend mit Urin aufgefüllt und über der Frau ausgeschüttet haben, nachdem sie diese bereits mit Rasierschaum, Maggi und Parfüm besudelt hatten. Einer der beiden Jungen wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. ddp/wem/lyh