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Amok-Lauf-Drohung in Marburg: Sorge an der Friedrich-Ebert-Schule entpuppt sich als grundlos

Marburg, Do. 18.03.10 16:39
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Amok-Lauf-Drohung in Marburg: Sorge an der Friedrich-Ebert-Schule entpuppt sich als grundlos
Foto: Symbolbild

Amok-Lauf-Drohung in Marburg: Sorge an der Friedrich-Ebert-Schule entpuppt sich als grundlos - Drei Schüler verübten die Farbschmierereien an der Friedrich-Ebert-Schule am Mittwoch, dem 17. März. Die "Graffitis" enthielten unter anderem die Androhung eines Amoklaufs. Die Polizei ermittelte die beiden Jungs im Alter von 13 und einen dritten im Alter von 15 Jahren noch am späten Nachmittag. Sie gaben die Sprühereien zu und erklärten gleichzeitig, weder an die Folgen dieses Spruchs noch je an die entsprechende Durchführung gedacht zu haben. Die Durchsuchung ihrer Zimmer führte zur Sicherstellung zweier Computer, ohne dass sich daraus irgendwelche sonstigen Hinweise auf die Ernsthaftigkeit der Androhung ergaben. Sämtliche polizeilichen Ermittlungen brachten letztlich keinen Hinweis auf eine tatsächliche Gefährdung.

Der Schulleiter hatte die gut 1,5 m große Androhung eines Amoklaufs um 07.15 Uhr auf dem Schulhof festgestellt und sofort die Polizei informiert. In Absprache mit der Schule erfolgten unter Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unter anderem eine Absperrung und Absprachen bestimmter Verhaltensweisen. Die Polizei befand sich während der gesamten Schuldauer an und in der Schule. Gleichzeitig liefen die Ermittlungen nach den Verursachern auf Hochtouren. Letztendlich führten die Spurensicherung und die Farbe zu den Verdächtigen. Noch am späten Nachmittag räumten alle die Sprühereien ein, beschuldigten sich hinsichtlich der Anbringung des Drohspruchs aber gegenseitig. Der Beschaffer der Spraydose ist ein polizeilich bekannter 13-jähriger Schüler aus Marburg. Die beiden anderen kommen ebenfalls aus Marburg, wobei der jüngere von beiden ebenfalls schon polizeilich in Erscheinung getreten ist. Die beiden jüngeren Burschen sind gleichzeitig Schüler der betroffenen Schule. Alle Jungs äußerten, dass sie nie so etwas vorgehabt hätten. Der Spruch sei ein Witz gewesen. Dieser Witz könnte sie nun teuer zu stehen kommen. Im Jahr 2009 gab es einzelne Fälle von Amokandrohungen, die Kosten in Höhe von mehreren 10.000 Euro verursachten. Die Höhe der Kosten, die den Verursachern in Rechnung gestellt werden, hängt dabei vom Ausmaß und Umfang der Einsatzmaßnahmen ab.
Quelle: Polizei



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