Nachrichten von Kreis Lüneburg
(lk/bf) Der Landkreis Lüneburg will zur Energiewende beitragen: Zum ersten Mal tagte gestern (Montag, 6. Februar 2012) der Ausschuss für Erneuerbare Energien, Raumordnung und Klimafolgeanpassung im Sitzungssaal der Kreisverwaltung. „Umweltbewusstsein und energiebewusstes Verhalten soll langfristig im Landkreis Lüneburg verankert werden“, sagt Kreisrätin Monika Scherf.
Zum Thema Windenergie berichtete die Kreisverwaltung über die Vorgehensweise, Vorrangstandorte für Windkraftanlagen zu ermitteln sowie über die Genehmigungspraxis für sogenannte Kleinwindkraftanlagen. „In Zusammenarbeit mit den Kommunen wollen wir nun einheitliche Kriterien und Regelungen für kleine und große Windenergieanlagen definieren“, sagt Kreisrätin Monika Scherf.
Besonders bei Strom und Wärme setzt der Landkreis auf erneuerbare Energien. So wurde vor knapp einem Jahr die Leuphana Universität mit der Leitstudie 100% Erneuerbare-Energie-Region Landkreis und Hansestadt Lüneburg beauftragt. Professor Dr. Wolfgang Ruck vom Institut für Ökologie und Umweltchemie sowie Umweltwissenschaftler Rafael Wehrspann stellten gestern den Ausschussmitgliedern erste Zwischenergebnisse der Studie vor: Einzelne Daten, beispielsweise der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung, seien jedoch kaum oder gar nicht zu erheben. Die allgemeine Analyse des Stromverbrauchs der öffentlichen Gebäude in Stadt und Landkreis Lüneburg zeigt einen deutlich höheren Mehrverbrauch, als laut Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2009 vorgesehen ist. „Um zu erfahren, wo wie viel Energiekosten verbraucht werden, werden wir die Städte und Gemeinden mit ins Boot holen“, sagt Kreisrätin Monika Scherf. Die Studie der Leuphana Universität wird der gemeinsamen Klimaschutzleitstelle für Hansestadt und Landkreis Lüneburg als Maßnahmenkatalog und Handlungsempfehlung dienen.
Das Bewusstsein für das Thema Energie- und Ressourcensparen soll auch bei den Schulen geweckt werden. Demnach stimmte der Ausschuss für erneuerbare Energien einstimmig für ein Projekt zur Einführung eines Energiesparmodells an landkreiseigenen Schulen. Die Schulen sollen dabei unterstützt werden, verhaltensbezogene Bildung und Maßnahmen zum sparsamen Umgang mit Energie und anderen Ressourcen umzusetzen. Die Kosten des Projekts in Höhe von 26.000 Euro werden aus dem Strukturentwicklungsfond – Sparte Klimaschutz finanziert, in dem rund 30.000 Euro Restmittel aus dem Vorjahr zur Verfügung stehen. „Viele Schulen haben schon ein großes Interesse an dem Projekt geäußert, sagt Dr. Silke Panebianco von der gemeinsamen Klimaschutzleitstelle für Hansestadt und Landkreis Lüneburg.
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