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Nachrichten aus Lüneburg





Koch musste in Asia-Restaurant zu gesetzwidrigen Bedingungen arbeiten

Lüneburg, Mi. 17.03.10 16:57
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Lüneburg (ddp-nrd). Wegen des Verdachts der Schwarzarbeit haben Beamte des Hauptzollamtes Hannover in Lüneburg ein asiatisches Restaurant überprüft. Dabei stellten die Beamten fest, dass ein chinesischer Koch dort zu Bedingungen arbeitete, die mehrfach gegen das Arbeitsgesetz verstießen, teilte ein Behördensprecher am Mittwoch mit. Für die erforderliche Arbeitsgenehmigung für den Koch war der Arbeitsagentur ein Arbeitsvertrag mit einem Monatslohn von 1926 Euro vorgelegt worden. Dem in China angeworbenen Koch wurde jedoch vom Arbeitgeber ein anderer Arbeitsvertrag vorgelegt und ein Lohn von 730 Euro bei einer Arbeitszeit von zwölf Stunden an sieben Tagen in der Woche gezahlt. Freie Tage und Urlaub waren den Angaben zufolge nicht vorgesehen. Dafür erhielt er freie Unterkunft. Die Fahnder ermittelten jedoch, dass der Mann in einem kleinem Zimmer mit einer Matratze auf dem Fußboden lebte. Gegen die 20-jährige Inhaberin des Restaurants wurde ein Strafverfahren wegen Beschäftigung eines Ausländers zu gesetzwidrigen Bedingungen, Ausbeutung der Arbeitskraft und Sozialabgabenbetrug eingeleitet. Die Arbeitsagentur hat die Arbeitsgenehmigung für den Koch inzwischen zurückgezogen. ddp/rsa/ple



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