Nachrichten von Stefan_Weinzierl
Zweibrücken, Mi, 27.08.08 10:10
Bei einem Anschlag auf die deutschen ISAF-Truppen in Afghanistan ist nahe Kundus ein Bundeswehr-Soldat getötet und drei weitere verletzt worden.
Ein besonders geschützter Geländewagen vom Typ Wolf fuhr in eine Sprengfalle, nachdem er die Furt des Kunduz-Flusses durchquert hatte. Trotz umgehender Rettungsmaßnahmen erlag ein Soldat der Patrouille seinen schweren Verletzungen. Die verletzten Soldaten wurden nach der Erstversorung vor Ort und im Feldlager mit einem Hubschrauber zur medizinischen Evakuierung (MedEvac) nach Mazar-e Sharif geflogen und werden dort weiterbehandelt.
Alle vier Soldaten gehören zum Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken in Rheinland-Pfalz. Verteidigungsminister Franz Josef Jung verurteilte den Anschlag als hinterhältig und feige. Er habe die Nachricht mit tiefer persönlicher Betroffenheit aufgenommen. Dennoch dürfe nicht von der Aufgabe abgegangen werden, in Afghanistan für Stabilität und eine friedliche Entwicklung zu Sorgen. „Das Land darf nicht wieder zurückfallen zu einem Camp des internationalen Terrorismus“, betonte Jung.
Bisher hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Die Provinzregierung in Kundus macht aber die Talliban und Al-Quaida für den Anschlag verantwortlich.