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Tödlicher Unfall auf der B 188 bei Gifhorn

Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochabend, 3. September, auf der Bundesstraße 188 bei Gifhorn ereignet. In einem Audi S8 (340 PS) raste eine 18-Jährige in den Bus einer Familie. Auf der Heckscheibe des Autos, das sie sich von ihrem Ex-Freund geliehen hatte prangte ein Aufkleber: "Fehlende PS werden durch Wahnsinn ersetzt".

Gegen 20 Uhr fuhr die junge Frau, die erst vor zwei Monaten ihren Fühereschein gemacht hat, auf der B 188 von Gifhorn in Richtung Wolfsburg. In Höhe des Mühlenmuseums überholte die Frau mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit (an dieser Stelle gilt 70 km/h ) einen anderen Pkw. Hierbei geriet sie bei regennasser Fahrbahn auf der Brücke über die Ise, in Höhe des Jägerhofes, mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und prallte frontal mit einem entgegenkommenden VW Bus T 4 zusammen.

In diesem saßen ein 46 Jahre alter Gifhorner sowie dessen zwei Kinder, ein 18-jähriger Sohn sowie eine 16-jährige Tochter. Der Audi wurde bei dem Zusammenstoß durch die große Wucht in zwei Teile zerrissen, wobei die Fahrerin tödliche Verletzungen erlitt, während die Insassen des VW T 4 allesamt schwer verletzt und in Krankenhäuser in Gifhorn, Braunschweig und Wolfsburg eingeliefert wurden. Der VW T 4 geriet durch den Aufprall kurzzeitig in Brand, das Feuer konnte jedoch durch Ersthelfer schnell gelöscht werden. An der Unfallstelle waren zur Bergung neben mehreren Notärzten und Rettungsassistenten auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Gifhorn vor Ort.

Auf der Heckscheibe war die Internetadresse einer Firma aufgeklebt, die sich auf das Tunen von Motoren spezialisiert hat. Allerdings hat die Polizei bisher nicht festgestellt, dass der Audi getunt war.

Bisher steht fest, dass die 18-Jährige unterwegs war, um für einen Bringdienst Essen auszuliefern. Der Fahrer des anderen Autos, das sie überholt hatte, gab an, er habe das Gefühl gehabt, zu stehen, als ihn der S8 überholte.

Ein von der Polizei beauftragter Gutachter aus dem Landkreis Celle wurde ebenso zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen wie ein Mitarbeiter der VW-Unfallforschung aus Wolfsburg.  Für die Dauer der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße 188 zwischen Gifhorn und der Einmündung zur Kreisstraße 114 für mehrere Stunden voll gesperrt werden. In der Folge kam es zu leichteren Verkehrsbehinderungen insbesondere im östlichen Gifhorner Stadtgebiet.

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