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Nachrichten aus FreisingHohe Waldbrandgefahr in Bayern
Nachrichten von BayStMI
Freising, Fr, 09.05.08 15:39
Bereits vereinzelt Waldbrandgefahr in Bayern Joachim Herrmann bittet um besondere Vorsicht in Wald und Flur – Innenminister erinnert an generelles Rauchverbot im Wald"Wegen der seit Tagen anhaltenden frühsommerlichen Witterung und weitgehend ausbleibenden Regenfällen wächst in Bayern die Waldbrandgefahr. Derzeit herrscht in Bayern bereits vereinzelt Waldbrandgefahrenstufe 4 (= "hoch" auf der fünfstufigen Skala) vor. In den nächsten Tagen ist mit einer weiteren flächenmäßigen Ausdehnung des Waldbrandrisikos zu rechnen", teilt Innenminister Joachim Herrmann in München mit. Der Minister mahnt gerade im Hinblick auf das lange Pfingstwochenende zur Vorsicht: "Wir müssen alle sehr aufpassen, damit besonders in den nächsten Tagen bei bestem Ausflugswetter Brände vermieden werden!", appelliert Herrmann an die Bevölkerung. "Schon ein einzelner Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe, aber auch eine die Sonnenstrahlen bündelnde Glasscherbe können Gras, Nadelstreu und auf dem staubtrockenen Waldboden liegende Zweige und Reisig entzünden - mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur!"Herrmann weist darauf hin, dass von Anfang März bis Ende Oktober generell das Rauchen im Wald verboten ist, um folgenschweren Waldbränden vorzubeugen. "Besonders gefährdet sind derzeit insbesondere die von der Bevölkerung gerade am Wochenenden stark frequentierten Wälder rund um die Ballungsgebiete München und Nürnberg, aber vor allem auch die waldreichen Gebiete in Ober-, Mittel- und Unterfranken", so der Minister. Die Regierung von Unterfranken hat vorsorglich auf Grund der aktuellen Gefahrensituation bereits vorbeugende Luftbeobachtung durch die Luftrettungsstaffel Bayern angeordnet. Die ehrenamtlichen Pilotinnen und Piloten mit ihren Luftbeobachtern werden hauptsächlich am Nachmittag und in den frühen Abendstunden im Einsatz sein und den Sicherheitsbehörden, Einsatzzentralen und ggf. den Einsatzkräften der Feuerwehr am Boden mögliche Gefahrensituationen bereits in der Entstehungsphase melden.Herrmann lobt die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden mit dem Deutschen Wetterdienst in Weihenstephan, der in regelmäßigen Abständen die Waldbrandgefahrenkarten mit den entsprechenden Gefahrenstufen herausgibt: "Nur durch frühzeitige, genaue Information können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, die Schlimmeres von Bevölkerung, Natur und Eigentum abwenden."Insgesamt stehen dem Freistaat Bayern bis zu 300 ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten der Luftrettungsstaffel Bayern mit 159 Flugzeugen und 5 Hubschraubern und bis zu 200 Luftbeobachter im Bedarfsfall zur Verfügung. Die Gründung der Luftrettungsstaffel Bayern wurde im Jahre 1968 durch das Bayerische Staatsministerium des Innern initiiert. Seit nunmehr 40 Jahren wurde Bayern von großflächigen, die Bevölkerung gefährdenden Wald- und Flächenbränden gerade auch wegen gezielter Vorbeugungsmaßnahmen weitgehend verschont. Zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden stehen am Boden die bayerischen Feuerwehren bereit, die entsprechend der örtlichen Risiken ausgestattet und ausgebildet sind. Zur Waldbrandbekämpfung an schwer zugänglichen Stellen hat sich der Einsatz von Hubschraubern mit Löschwasser-Außenlastbehältern, aus denen sich das Wasser gezielt auf die Brandstelle abgeben lässt, bewährt. Herrmann: "Bayerische Feuerwehren und Luftrettungsstaffel sind ein ide! al eingespieltes Team, das zum Wohl von Bevölkerung, Natur und Eigentum beste Leistungen erbringt. Damit konnten verheerende Katastrophen vermieden werden." Waldbrand-Gefahrenkarte : http://www.stmi.bayern.de
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