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OB Erwin zu bevorstehenden Streiks

Oberbürgermeister Joachim Erwin wendet sich am Vortag der angekündigten Warnstreiks an die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer:Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,für den morgigen Mittwoch, 5. März, haben die dbb tarifunion und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu sehr großen Warnstreiks im Stadtgebiet Düsseldorf aufgerufen. Betroffene dieser Warnstreiks sind Sie, was ich ausdrücklich bedauere. Denn diese Warnstreiks sind völlig überflüssig, wenn die verhandelnden Gewerkschaften bereit wären, wirkliche Tarifverhandlungen zu führen. Sie alle sind als Bürgerinnen und Bürger und Steuerzahler in dieser Stadt auch die Arbeitgeber der Angestellten in den städtischen Betrieben und unserer Stadtverwaltung.Eine Gehaltsforderung von 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat, ist völlig irreal. Diese Forderung würde nämlich bedeuten, dass der städtische Etat um ca. 33 Millionen Euro pro Jahr belastet würde. Dies ist ein Betrag, den auch wir in Düsseldorf nur schwer schultern könnten und der zu Einschränkungen im Rahmen der Investitionen führen würde. Investitionen, von denen Sie alle in Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Kultureinrichtungen, Straßen und unseren Parks und Gärten profitieren.Die Stadt Düsseldorf kann nicht allein verhandeln, da die Verhandlungen auf Bundesebene geführt werden. Ich habe dennoch mehrfach die zuständigen Gewerkschaften und auch den DGB-Landesvorsitzenden darauf hingewiesen, dass nach dem Angebot der Arbeitgeber, mit dem ich persönlich selbst nicht glücklich bin - meines Erachtens sollte es einen Tarifabschluss pro Jahr im Bereich von 3 Prozent geben -, es an der Gewerkschaft ist, sich zu bewegen. Es muss unter erwachsenen Menschen möglich sein, einen solchen Konflikt ohne die üblichen Rituale zu führen, bei denen nur Sie die Leidtragenden sind. Wir werden als Stadt versuchen, dennoch so weit wie möglich unseren Service aufrechtzuerhalten.Übrigens, wenn bei der Rückkehr der Arbeitszeit zur 40-Stunden-Woche die Gewerkschaft argumentiert, es würden Stellen bei der Stadtverwaltung und den städtischen Betrieben wegfallen, kann ich hier nur erklären, dass ich den Gewerkschaften das Angebot öffentlich unterbreitet habe, genau dies auszuschließen. Ich möchte stattdessen Gerechtigkeit in der Verwaltung haben, in der heute die Arbeitszeit zwischen Beamten (41 Wochenstunden) und Tarifbeschäftigten (38,5 Wochenstunden) zu Lasten der Beamten auseinanderklafft.Es gibt für alles vernünftige Lösungen, wenn man nur will.IhrJoachim ErwinOberbürgermeister
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