Foto: Symbolbild
Unfall zwischen Lohne und Vechta - Gefahrgut-Lkw auf A1 verunglückt - Zwei Schwerstverletzte: Am Donnerstag, 2. September, ereignete sich gegen 14.10 Uhr auf der Autobahn 1 zwischen den Anschlußstellen Vechta und Lohne/Dinklage in Richtung Osnabrück in der Gemarkung Lohne ein folgenschwerer Verkehrsunfall bei dem zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurden und erhebliche Mengen Gefahrgut ausgetreten sind.
Ein Pkw aus Ludwigshafen (Fahrer m/77) befuhr hinter einem Sattelzug aus Osnabrück (Fahrer m/51) den rechten Fahrstreifen von insgesamt drei Fahrstreifen. Dabei herrschte starker Regen. Der Pkw aus Ludwigshafen geriet aus bisher nicht geklärter Ursache gegen die Mittelschutzplanke und prallte gegen den Tankauflieger des Sattelzuges aus Osnabrück. Dabei geriet der Tanksattelzug ins schleudern. Der Pkw schleuderte weiter und prallte nochmal gegen den Sattelauflieger. Danach kam der Pkw auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand. Der Tankauflieger kippte um und riss von der Sattelzugmaschine ab. Während die Sattelzugmaschine auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand kam schleuderte das Heck des Tankaufliegers gegen einen Betonabweiser und wurde aufgerissen. Die Ladung, ca. 18000 Liter flüssiges Gefahrgut lief dabei komplett aus.
Beide Fahrzeugführer wurden durch den Unfall so schwer verletzt, dass sie mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser nach Bremen und Osnabrück geflogen werden mussten.
Die Autobahn musste zwischen den Anschlußstellen Vechta und Lohne/Dinklage in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Das ausgelaufene Gefahrgut wurde durch eine Spezialfirma aufgefangen. Da es sich um eine ätzende und gasbildende Flüssigkeit handelte musste die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen mit Spezialgeräten gesäubert werden.
Zur Bergung und Sicherung der Arbeiten am Gefahrgutsattelzug waren insgesamt 108 Feuerwehrleute der Feuerwehren Bakum, Vechta, Lüsche, Lohne und Dinklage im Einsatz.
Der Gesamtschaden dürfte nach Schätzung der Polizei bei etwa 150.000 Euro liegen.
Die Autobahn war in Richtung Osnabrück noch bis 01.00 Uhr gesperrt in Richtung Bremen konnte die Sperrung gegen 01.30 Uhr am 03.09.2010 aufgehoben werden. Insgesamt bildeten sich vor beiden Sperrungen Stau in einer Läge von ca. 10 km. Auf den Umleitungsstrecken kam der Verkehr nahezu gänzlich zum erliegen.
Im Rückstau in Richtung Bremen ereignete sich dann gegen 15.50 Uhr ein weiterer folgenschwerer Verkehrsunfall an dem insgesamt 3 Lkw beteiligt waren.
Bei diesem Unfall der sich ebenfalls im Bereich der Gemarkung Lohne ereignete fuhr ein Lastzug aus Cuxhaven (Fahrer m/54) auf einen vor ihm stehenden Sattelzug aus der Tschechischen Republik (Fahrer m/55) auf. Durch die Wucht des Aufprall wurde dieser Sattelzug dann auf einen weiteren Lastzug aus Heide (Fahrer m/45) aufgeschoben. Bei diesem Unfall wurden die Fahrer aus Cuxhaven und Tschechien schwer verletzt. Auch hier musste der Rettungshubschrauber auf der Autobahn landen. Durch diesen Unfall wurde dann ein Vollsperrung der Autobahn in Richtung Bremen ab der Anschlußstelle Holdorf erforderlich.
Der Gesamtschaden bei diesem Unfall beläuft sich auf ca. 200.000 Euro.
Die Vollsperrung an der Anschlußstelle Holdorf konnte gegen 20.30 Uhr aufgehoben werden. Da jedoch die Sperrung an der Anschlußstelle Lohne/Dinklage weiter bestand, brachte dieses für die im Stau stehenden Fahrzeuge wenig Entspannung.
Quelle: Polizei
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