
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
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Göppingen/Stuttgart (dapd-bwb). Unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern hat in der Silvesternacht in Baden-Württemberg zu einigen Unfällen mit zum Teil schweren Folgen geführt. Auf der schwäbischen Alb kam ein 27-Jähriger ums Leben, der sich mit einem vermutlich selbst gebastelten Knallkörper den Brustkorb wegsprengte. Die Polizei geht Angaben vom Sonntag zufolge davon aus, dass der Böller viel zu früh und mit einer viel zu großen Wucht explodierte. Der junge Mann starb noch im Rettungswagen.Ein 20-Jähriger erlitt bei der Detonation einen Handbruch. Ein 39-jähriger Mann, der einige Meter entfernt stand, zog sich Schnitte zu. Die drei Männer hielten sich den Angaben zufolge mit anderen Teilnehmern einer Party auf einem Parkplatz auf dem Aasrücken nahe Hohenstaufen bei Göppingen auf.Die vor Ort gefundenen Reste des Böllers ließen darauf schließen, dass der Knallkörper aus eigener Fertigung stammte, sagte der Sprecher. Es seien dort auch noch weitere Sprengkörper gefunden worden, die dem Getöteten zuzuordnen seien.Die Polizei geht davon aus, dass der 27-Jährige die Böller selbst mitbrachte, ob er sie auch herstellte, ist noch unklar, ebenso wie die Zusammensetzung des Sprengstoffes.Zwtl.: Silvesterkracher ins eigene Gesicht geschossenSchwer im Gesicht verletzt wurde ein 44-jähriger Mann aus Dürmentingen, der kurz nach Mitternacht eine Feuerwerksbatterie anzündete und sich dabei darüber beugte. Er wurde von sogenannten Sternbuketts und Silberpfeilen direkt ins Gesicht getroffen und musste in eine Augenklinik eingewiesen werden. Ein Sprecher sagte, der Mann könnte sein Augenlicht verlieren. Ersten Ermittlungen zufolge hat er die Bedienungsanleitung für die Böller nicht beachtet.Ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden musste eine 64-jährige Frau aus Krautheim, die während eines Feuerwerks vor ihrem Haus von einem Böller am Brustkorb getroffen wurde und Verbrennungen erlitt.Mit nur leichten Verletzungen kam ein achtjähriger Junge aus Bad Saulgau davon, in dessen Hand ein Böller losging. Wegen des Vorfalls gerieten zwei Familien derart in Streit, dass sie sich gegenseitig zu prügeln anfingen. An der handgreiflichen Auseinandersetzung waren laut Polizei sieben Personen beteiligt. Eine Frau musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.In Göppingen wurde ein 19-Jähriger unvermittelt von einer Gruppe Unbekannter zusammengeschlagen, in Leonberg wurde ein 52-Jähriger von zwei jungen Männern durch Schläge auf den Kopf und Tritte verletzt, als er gerade seine Feuerwerkskörper anzünden wollte.Zerstörungswut war offensichtlich auch die Triebfeder eines Unbekannten in Schwäbisch Gmünd, der eine Telefonzelle in die Luft sprengte und zerstörte.In Heilbronn setzte eine verirrte Silvesterrakete einen Stapel Feuerholz in Brand und entflammte das Gebälk eines nahen Wohnhauses. Da sich niemand in dem Gebäude aufhielt, gab es keine Verletzten. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf rund 150.000 Euro.dapd / cy / sg /1