Foto: Symbolbild
Am Samstag, 28. Februar, gegen 15.15 Uhr hielt sich ein 39-j deutscher Bergführer aus Langerringen als Führer einer Gruppe von sechs Bergsteigern aus Deutschland beim sogenannten Gasthaus Wasserfall in Lüsens, Gemeinde St.Sigmund, zum Eisklettern auf. Der Bergführer kletterte im unteren Bereich des Eisfalles und wurde dabei von einem 33-j deutschen Kletterer zum angelegten Stand gesichert, um diesen abzubauen. Dabei löste sich im Gelände oberhalb des Eisfallens eine feuchte Schneebrettlawine, deren Schneemassen in der Folge genau über den beiden Kletterern zu Tal stürzten, wobei den ersten Erhebungen zu Folge der Standplatz bzw. die dortigen Sicherungen ausbrachen. Der Bergführer wurde mitgerissen und stürzte zumindest eine halbe Seillänge tief in Richtung des sichernden Kameraden. Dieser wurde ebenfalls von den Schneemassen mitgerissen und beide kamen unterhalb des Eisfalles auf dem abgelagerten Lawinenschnee unverschüttet zum Stillstand. Die restlichen Gruppenmitglieder wurden von der Lawinen nicht erfasst. Sie leisteten sofort Erste Hilfe und setzten mittels Handy einen Notruf ab. Die abgestürzten Kletterer waren vorerst ansprechbar. Der Bergführer verlor aber rasch das Bewusstsein. Beide Abgestürzten wurden von den eingetroffenen Mitgliedern der Bergrettung Gries i.S. versorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber C-1 und einem weiteren Hubschrauber mittels Tau geborgen und zur angrenzenden Gemeindestraße geflogen. Dort konnte der Notarzt des C-1-Teams nach versuchter Reanimation nur mehr den Tod des Bergführers feststellen. Sein Kletterkamerad erlitt einen Beinbruch und weitere Verletzungen unbestimmten Grades.
Quelle: Polizei