
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Kempten (ddp-bay). Mit russischsprachigen Plakaten warnt die Polizei in Südbayern vor vermeintlichen Wunderheilerinnen. Diese haben allein im Allgäu in den vergangenen Monaten mindestens 70 000 Euro durch ihr Geschäft mit der Angst ergaunert, wie die Polizei am Donnerstag in Kempten mitteilte. Opfer der meist im Duo auftretenden Betrügerinnen seien fast ausnahmslos russischsprachige Frauen mittleren Alters. Daher sei ein Warnplakat ins Russische übersetzt worden, das nun hauptsächlich in Mix-Märkten aufgehängt werde, in denen viele Menschen russischer Abstammung einkauften. "Wir haben aber auch die Zusage von Lidl, dass in den meisten südbayerischen Märkten der Kette die Warnplakate aufgehängt werden", sagte Polizeisprecher Alexander Resch. Den Opfern wird laut Polizei - meist vor Supermärkten - eingeredet, auf ihnen laste ein Fluch. Die Wunderheilerinnen versprechen ihnen, den Fluch mit einer speziellen Zeremonie von ihnen zu nehmen. Die Betrugsopfer heben Geld von der Bank ab, Beträge von 2400 bis 4500 Euro. Das Geld wird dann in ein Handtuch gewickelt und verschnürt, anschließend werden Reinigungsgebete gesprochen. Daheim stellen die Betrogenen dann fest, dass nur wertlose Papierschnipsel im Handtuch sind. Die Handtücher werden nämlich bei der Zeremonie geschickt ausgetauscht. ddp/wit/iha /1
Quelle: ddp
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