Foto: Symbolbild
Mord in Jengen: Verdächtiger Ehemann auf der Flucht - Eine seit dem 08.September 2009 vermisste 36-jährige Frau wurde am Samstag, 17. Oktober, in den Nachmittagsstunden, nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Kempten und Kaufbeuren sowie der Staatsanwaltschaft Kempten tot auf dem Gelände eines Anwesens im nördlichen Landkreis Ostallgäu bei Jengen aufgefunden. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Das teilte die Polizei am Dienstag, 20. Oktober, mit.
Dringend tatverdächtig ist der Ehemann der Getöteten, ein 35-jähriger ägyptischer Staatsangehöriger, der seit dem Zeitpunkt der Vermissung unbekannten Aufenthaltes ist.
Der Mann hatte in wiederholten Telefonaten mit Verwandten der Frau in Deutschland von einem gemeinsamen Urlaubsaufenthalt in Ägypten gesprochen. Verwandte und Bekannte der Frau waren auch von einem Urlaubsaufenthalt in Ägypten ausgegangen. Am Freitag, 16.10.2009, gab der Mann in einem Telefonat schließlich an, die Frau sei entführt worden. Ein Lebenszeichen der Frau blieb aus.
Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an der 36-jährigen Frau, in Jengen / Landkreis Ostallgäu, wurde gegen den 35-jährigen Ehemann der Getöteten, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten, Haftbefehl wegen Mordes erlassen.
Gegen den Tatverdächtigen wird auch wegen Betruges ermittelt. Von Verwandten des Opfers erhielt der Tatverdächtige einen Geldbetrag, da er vortäuschte, er mache mit der gesamten Familie in Ägypten Urlaub und benötige das Geld wegen eines verursachten Verkehrsunfalls. Ferner versuchte der Tatverdächtige einen weiteren Geldbetrag unter dem Vorwand zu erhalten, bei dem Unfall sei ein Mann zu Tode gekommen und die Ehefrau befinde sich in Ägypten in Haft.
Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sich der Gesuchte, zusammen mit der 5-jährigen gemeinsamen Tochter des Ehepaares, in Ägypten aufhält. Nach dem Tatverdächtigen wird international gefahndet.
Das Opfer wurde am Samstag tot auf dem Gelände des Wohnanwesens verborgen aufgefunden. Die Obduktion hat als Todesursache Gewalteinwirkung gegen den Hals ergeben.
Quelle: Polizei
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