
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Frankfurt/Main (ddp-nrd). Der vor knapp vier Monaten bei einem Auftritt mit seinen Tigern in Hamburg schwer verletzte Dompteur Christian Walliser hat eigene Fehler eingestanden. «Die drei Tiger, mit denen es zu dem Unfall kam, hatte ich erst im September gekauft», sagte Walliser der «Frankfurter Rundschau» (Montagausgabe). Er habe sie noch nicht so gut gekannt wie andere Tiere, die er von Geburt an aufgezogen habe. «Wahrscheinlich war es voreilig, sie so früh vor Publikum mit in die Show zu nehmen. Und ich habe nicht die nötige Distanz von ein bis zwei Metern gewahrt, bei der so ein Stolperer glimpflicher abgelaufen wäre», sagte der Dompteur. Er müsse diese Fehler erkennen, um solche Situationen zukünftig vermeiden zu können. Der Dompteur aus Augsburg war am 8. Dezember bei einer festlichen Dinner-Party in Hamburg gestolpert und vor den Augen von fast 200 Showgästen von drei bengalischen Tigern lebensgefährlich verletzt worden. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) war er in ein künstliches Koma versetzt worden. Walliser zufolge war der Boden bei der Dinner-Party nicht mit den üblichen Sägespänen bedeckt, sondern mit Gummimatten. Nachdem er gestolpert sei, habe der Tiger instinktiv reagiert und ihn in den Kopf gebissen. «Ich höre dieses Knacken, mir wird heiß, ab dann weiß ich nichts mehr», sagte Walliser. Tierschützer werfen dem Dompteur laut «Frankfurter Rundschau» vor, lebensmüde zu sein, weil er nach dem Unfall wieder mit seinen Tigern aufgetrat. «Diese Leute haben keine Ahnung. Sie kennen weder mich noch meine Tiere», sagte Walliser. Auch denke er nicht an einen Abschied aus der Manege. «Warum sollte ich aufhören, mit diesen Tieren zu arbeiten? Das ganze Leben ist doch gefährlich.» Die Tiger seien seine Leidenschaft, sein Lebensinhalt. Der Rest sei Berufsrisiko. ddp/jaw/jgu
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