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Gefahrgut-Unfall auf der B12 bei Haag-Untersinkenbach

Haag in Oberbayern, Do. 04.10.12 08:20
Gefahrgut-Unfall auf der B12 bei Haag-Untersinkenbach
Foto: Symbolbild

Gefahrgut-Unfall auf der B12 bei Haag-Untersinkenbach - Ein Verkehrsunfall, der eine längere Vollsperrung der B 12 in beiden Fahrtrichtungen zur Folge hatte, ereignete sich am Mittwoch, 3. Oktober, gegen 16.10 Uhr bei Untersinkenbach.

Ein 48-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Traunstein fuhr mit einem Lkw (Sattelzug) auf der B 12 in Richtung Passau. Der Lkw war mit Gefahrgut (Gasflaschen mit Wasserstoff) beladen.

Hinter dem Lkw fuhr eine Fahrzeugkolonne. Auf gerader, übersichtlicher Strecke wollte der erste hinter dem Lkw fahrende Pkw diesen überholen. Als sich der 29jährige BMW-Fahrer aus Überlingen in Richtung Fahrbahnmitte orientierte, bemerkte er, dass von hinten ein weiterer Pkw bereits mehrere Fahrzeuge überholte. Bei diesem Pkw handelte es sich um einen Opel Astra Caravan, besetzt mit 3 Personen, der von einem 26jährigen Fahrer aus Neu-Ulm gelenkt wurde.
Der BMW-Fahrer brach daraufhin seinen Überholvorgang ab. Zu einer Berührung der beiden Pkw kam es nicht.

Als sich die beiden Pkw auf gleicher Höhe befanden, geriet der Opel Astra ins Schleudern, drehte sich mehrmals am Lkw vorbei und touchierte die Vorderachse des Lkw.
Der Lkw-Fahrer, der im Rückspiegel den schleudernden Pkw bemerkte, versuchte sein Fahrzeug noch abzubremsen.
Nach dem Anprall stürzte der Lkw um und kam auf der rechten Seite zu liegen.

Der Opel Astra kam nach rechts von der Fahrbahn ab, die drei Insassen wurden leicht verletzt.
Der Lkw-Fahrer wurde von Ersthelfern über die Dachluke des Lkw geborgen, er blieb unverletzt.

Bei dem umgestürzten Lkw wurden mehrere Gasflaschen aus den Halterungen und die Verrohrung der Gasbatterien abgerissen. Es kam zu einem Austritt des Wasserstoffgases. Da das Gas mehrerer beschädigter Flaschen zu brennen begann, wurden zahlreiche umliegende Feuerwehren alarmiert, die den Brand aber schnell löschen und weiter ausströmendes Gas mit Wassernebel niederschlagen konnten.

Da es sich bei Wasserstoff um ein brennbares Gas, das mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bildet, handelt, wurden drei Häuser in unmittelbarer Nähe zur B 12 geräumt, die Bewohner wurden kamen bei Nachbarn unter und wurden vom Rettungsdienst betreut.
Die Bewohner konnten mittlerweile aber in ihre Häuser zurück gebracht werden.

Die Aufräumungsarbeiten dauern derzeit immer noch an, die B 12 wird erst wieder gegen 24 Uhr frei befahrbar sein.
Grund für die lange Sperrung ist die aufwendige Bergungsarbeit. Die Gasflaschen können erst umgeladen werden, wenn das Gas kontrolliert abgelassen und mit Wassernebel niedergeschlagen worden sind. Erst dann kann der Sattelzug mit einem Bergekran aufgerichtet und abtransportiert werden.

Der Schaden an den beteiligten Fahrzeugen beträgt ca. 250000 Euro, die Kosten für die Bergung und den Einsatz sind noch nicht zu beziffern.

Grundsätzlich besteht am heutigen Feiertag ein Fahrverbot für Lkw, für diese Spedition lag aber eine Ausnahmegenehmigung vor.

Neben Polizei und Rettungsdienst mit Notarzt waren die Feuerwehren Haag i. OB, Winden, Westach, Maitenbeth, St. Wolfgang, Isen, Waldkraiburg, Mühldorf und die Werkfeuerwehr Wacker (TUIS-Fachberatung) sowie THW und Landratsamt Mühldorf und Straßenmeisterei Ampfing im Einsatz. Insgesamt dürften rund 130 Einsatzkräfte vor Ort gewesen sein.
Quelle: Polizei



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