Nachrichten von Stadt_Gelsenkirchen
GE. Nach dem „Filmjahr national“ im Juni unternimmt das KoKi im Juli wieder einen facettenreichen Streifzug durch die internationale Kinoszene und stellt neun sehenswerte Produktionen vor, die intelligente Unterhaltung auf hohem künstlerischen Niveau bieten.
Zunächst beendet das KoKi die Reihe „Filmjahr national“ mit „Russendisko“ am Sonntag/Montag, 1./2. Juli, im Schauburg Filmpalast und am Mittwoch, 4. Juli, in der Gesamtschule Buer. Am Dienstag, 3. Juli, folgt als erster Beitrag des Monatsthemas „Das Leben gehört uns“ in der Schauburg.
Die weiteren sieben Filme sind „Der Gott des Gemetzels“ (8./9. 7.), „Take Shelter – Ein Sturm zieht auf“ (10./11.7.), „Best Exotic Marigold Hotel“ (15./16. 7.), „Iron Sky“ (17./18.7.), „Nathalie küsst“ (22./23./25.7.), „Shame“ (24.7.), „Lachsfischen im Jemen“ (29./30.7. und 1.8.) sowie „The Yellow Sea“ (31.7.).
Die Filme laufen montags bis dienstags im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) und mittwochs um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190, GE-Ückendorf). Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Oliver Ziegenbalgs freie Kinoadaption „Russendisko“ des Episodenromans von Wladimir Kaminer ist ein nostalgisch gefärbtes Leinwandvergnügen, das mit einem wunderbar harmonierenden Hauptdarstellertrio und viel Sinn für Komik und Gefühle die Atmosphäre der Wendezeit wiederaufleben lässt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Sommer 1990. Die drei russischen Freunde Andrej (Christian Friedel), Mischa (Friedrich Mücke) und Wladimir (Matthias Schweighöfer) sind nach Ostberlin gekommen, um ihr persönliches Glück zu finden. Andrej träumt vom großen Reichtum, Mischa von einer glanzvollen Musikerkarriere. Nur Wladimir weiß noch nicht so recht, was er will. Mit ein paar wenigen Rubeln in der Tasche, die ihnen schnell durch die Finger rinnen, gehen die Freunde auf Entdeckungsreise durch eine Stadt im Umbruch – und erleben eine turbulente Zeit voller Überraschungen.
Nach eigenen Tagebuchaufzeichnungen hat die französische Schauspielerin und Regisseurin Valérie Donzelli mit ihrem ehemaligen Lebensgefährten Jérémie Elkaïm in der zweiten Hauptrolle mit „Das Leben gehört uns“ einen absolut außergewöhnlichen Film inszeniert, der ohne falsche Sentimentalität vom unerschütterlichen Optimismus eines jungen Paares im Angesicht einer Extremsituation erzählt. Eine ganz wunderbare, stilistisch enorm kreative Hymne auf das Leben, zugleich „ergreifend und beglückend.“ (CINEMA) Nominiert für sechs „Französische Filmpreise“ 2012, darunter in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ und „Beste Hauptdarstellerin“ (Valérie Donzelli).
Es ist Liebe auf den ersten Blick, als sich Roméo (Jérémie Elkaïm) und Juliette (Valérie Donzelli) in einem Pariser Club begegnen. Die beiden spüren, dass sie füreinander bestimmt sind – und erleben fortan eine intensive Zeit zu zweit. Mit der Geburt ihres Sohnes scheint das Glück vollkommen. Doch dann wird bei dem Kleinen ein Hirntumor diagnostiziert. Die Ärzte sehen nur minimale Heilungschancen. Roméo und Juliette verzweifeln nicht, sondern erklären der Krankheit kurzerhand den Krieg, wie der Originaltitel LA GUERRE EST DÉCLARÉE bereits ankündigt ..
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