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Parkplatzmorde offenbar geklärt - 55-jähriger festgenommen Tatwaffe und Munition im Auto gesichert - Verdächtiger womöglich für andere Straftaten verantwortlich -- Von Gabriel Dominguez --

Freudenstadt, Di. 14.12.10 15:27
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Stuttgart/Böblingen (dapd-bwb). Die sogenannten Parkplatzmorde im baden-württembergischen Magstadt und bei Mörfelden-Walldorf in Südhessen sind offenbar geklärt. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag mitteilten, hat ein 55 Jahre alter Tatverdächtiger aus Esslingen die im Zusammenhang mit dem Mord bei Magstadt gesicherten DNA-Spuren hinterlassen. Derselbe Täter hatte einen Autofahrer Anfang Juni in Freudenstadt überfallen. Der bisher polizeilich unbekannte Tatverdächtige war nach monatelangen Ermittlungen am Wochenende festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der 55-Jährige schweigt zu den Tatvorwürfen. Auch über ein mögliches Tatmotiv ist noch nichts bekannt. Am 8. Mai war der 30 Jahre alte Heiko S. auf einem Parkplatz im Hölzertal ermordet worden. Am 2. Juli wurde ein 70 Jahre alter Rentner aus dem Main-Taunus-Kreis auf einem Parkplatz an der A 5 bei Mörfelden-Walldorf getötet. Beide Tatorte sind als Treffpunkte von Homosexuellen und Strichern bekannt. Zwtl: Tatwaffe und Munition im Auto des Tatverdächtigen gefunden Den Angaben zufolge hatten Beamte der Spurensicherung nach dem Überfall in Freudenstadt auch das Fahrzeug des Tatverdächtigen fotografiert. Beim Abgleich der Fahrzeuge mit Zeugenaussagen und Erkenntnissen aus anderen Fällen richtete sich dann das Augenmerk auf das Auto des Verdächtigen, das in einer Nebenstraße stand. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs des Tatverdächtigen fanden die Ermittler einen schwarzen Rucksack und eine Umhängetasche, in denen neben einer Sportschützenpistole auch die Munition des Kalibers .32 Wadcutter mit der Herstellerbezeichnung MRP aufbewahrt wurden. Die Munition wird laut Polizei seit 14 Jahren nicht mehr hergestellt, gilt deswegen als relativ selten. Nach Auskunft eines Sachverständigen der Polizei wurden bei den Morden dieselbe Schusswaffe und Munition verwendet. Nach der Festnahme des Tatverdächtigen am Samstag verglich das Landeskriminalamt eine DNA-Probe des 55-Jährigen mit den Spuren von Freudenstadt und Magstadt. Dabei wurde eine Übereinstimmung festgestellt. Zwtl: Tatverdächtiger möglicherweise für andere Straftaten verantwortlich Für die Kriminalpolizei ist nach eigenen Angaben mit der Festnahme des Verdächtigen der Fall noch nicht abgeschlossen. Weitere aufgefundene Gegenstände ließen den Schluss zu, dass der Mann möglicherweise noch für andere Straftaten infrage komme. Als Indiz hierfür werden von den Beamten vor allem eine sichergestellte Wollmütze, Handschuhe und ein Drohbrief gewertet.     dapd/dog/it/ /1
Quelle: dapd



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