Foto: Symbolbild
Hochwasser-Situation in Brandenburg am Donnerstag, 27. Mai, 5.00 Uhr: Der Hochwasserscheitel der Oder bewegt sich gegenwärtig im Raum Cigacice (Polen) oberhalb von Ratzdorf (Landkreis Oder-Spree).
Am Pegel Ratzdorf war der Richtwert der Alarmstufe IV um 05.00 Uhr um 24 cm überschritten. Der Pegelstand betrug 6,14 Meter.
Prognose:
Der Hochwasserscheitel wird im oberen Grenzoderabschnitt am Freitag (28.05.2010) / Sonnabend (29.05.2010) eintreffen, wobei in Ratzdorf mit dem Beginn der Scheitelphase bereits am Donnerstagabend zu rechnen ist.
Es werden Scheitelwasserstände oberhalb der Richtwerte der Alarmstufe IV, jedoch unterhalb der Höchststände des Sommerhochwassers 1997 erwartet.
So strand der Pegel um 5 Uhr in Ratzdorf (Alarmstufe IV) bei 614 cm, in Eisenhüttenstadt (IV) bei 628 cm, in Frankfurt (III) bei 538 cm und in Stützkow (I) bei 834 cm.Hochwassermeldepegel
Aktuelle stündliche Anstiege an den Pegeln (ca. in cm/h): Ratzdorf 1-2, Eisenhüttenstadt 2-3, Frankfurt 4-5 und Stützkow 1.
Informationen über die Pegelstände finden Sie in diesem Hochwasserinformationsportal unter „Aktuelle Pegelstände“ sowie auf der Interseite des Landesumweltamtes unter: www.luis.brandenburg.de/w/hwmz/frankfurt/oder/pegel/W7100022/
Eingeleitete Maßnahmen:
Im Verlaufe des Mittwoch (26.05.2010) wurden zur Unterstützung der Kräfte vor Ort mehr als 200.000 Sacksäcke aus dem Landeskatastrophenschutzlager in Besskow ausgeliefert, die insbesondere im Landkreis Oder-Spree zum Einsatz kamen. Ferner wurde eine Sandsackfüllmaschine in den Landkreis Oder-Spree verlegt.
Der Landeskatastrophenstab hat zudem die Produktion von 2.000 Faschinen für das Landesumweltamt veranlasstt. Die Faschinen sollen im Verlaufe des heutigen Tages geliefert und im Zuge der Deichsicherung verbaut werden sollen.
Im Landkreis Oder-Spree ist seit Mittwochabend eine Brandschutzeinheit bestehend bestehend aus rund 1/0 Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz, um einen noch nicht sanierten Deichabschnitt in der Neuzeller Niederung nördlich von Ratzdorf zu verstärken und zu erhöhen. Bislang wurden dort rund 11.000 Sandsäcken verbaut.
In der Nähe von Eisenhüttenstadt wurde ein Biberbau mit ca. 2.500 Sandsäcken verbaut.
Die Landkreise Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Barnim, Uckermark sowie die Stadt Frankfurt (Oder) haben ihre Krisenstäbe aufgerufen und stehen in regelmäßiger Verbindung zum Katastrophenschutzstab des Innenministeriums. Brandschutzeinheiten wurden in Bereitschaft versetzt, kreisliche Katastrophenschutzlager und Feuerwehrtechnische Zentren besetzt sowie Sandsackvorräte verteilt und Sandsackabfüllstationen vorbereitet.
Quelle: Polizei