
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Dresden (ddp-lsc). Mögliche Amokläufe an Schulen sollen in Sachsen künftig eher aufgedeckt und dadurch verhindert werden. Dazu hat der Landespräventionsrat (LPR) einen Rahmenplan zur Bewältigung von Bedrohungslagen entwickelt, wie LPR-Geschäftsführer Axel Teichmann am Mittwoch in Dresden mitteilte. Damit sollten frühzeitig Indikatoren erkannt werden, «die zu einer gestörten Beziehung zwischen Tätern und Opfern führen», sagte Teichmann. Frühere Amokläufe hätten gezeigt, dass es vor der eigentlichen Tat Andeutungen gebe, die wahrgenommen werden müssten. Mit dem Rahmenplan erhalten Lehrer konkrete Empfehlungen, wie sie zur Früherkennung beitragen können und sich im Ernstfall verhalten sollen. Darüber hinaus würden Präventionskonzepte für ein gesundes Schulklima sowie bauliche und technische Sicherungsmaßnahmen an den Schulen beschrieben. Rund 1600 Exemplare des Präventionsplanes befinden sich nach Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU) derzeit im Druck. «Die Auslieferung an die Schulleiter steht nun unmittelbar bevor», sagte Ulbig. Damit sich Täter nicht auf die im Rahmenplan aufgeführten Handlungsempfehlungen vorbereiten, werde das Konzept lediglich an die Schulen verteilt und nicht veröffentlicht. Der Landespräventionsrat besteht seit einem Jahr und koordiniert staatliche sowie nichtstaatliche Präventionsinitiativen. Dazu bestehen sieben Arbeitsgruppen, die sich unter anderem mit Verkehrssicherheit, Suchtprävention und häuslicher Gewalt befassen. ddp/wol/lyh
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