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Nachrichten aus Dresden





OLG bestätigt Mordverdacht im Fall der Frauenleiche im Steinbruch

Dresden, Do. 12.08.10 17:25
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Dresden (ddp-lsc). Im Fall der in einem Steinbruch bei Herwigsdorf gefundenen Frauenleiche hat das Oberlandesgericht Dresden den Mordverdacht gegen den Beschuldigten bestätigt. Nach sechs Monaten Untersuchungshaft sei eine Prüfung durchgeführt worden, wobei das Gericht ebenfalls von einem dringenden Verdacht eines heimtückisch begangenen Mordes ausgehe, teilte das OLG am Donnerstag mit. Der Beschuldigte bleibe damit weiter in Untersuchungshaft. Der Mann war am 25. August wegen Totschlags festgenommen worden, nachdem die Leiche der 20-Jährigen von Spaziergängern in einem versenkten Fass gefunden worden war. Darin war die Tote mit Beton fixiert. Der Beschuldigte hatte angegeben, dass die Frau während des Liebesspiels versehentlich zu Tode gekommen sei. Daraufhin wurde er zunächst aus der Haft entlassen, da lediglich noch von Körperverletzung mit Todesfolge ausgegangen werden konnte. Am 15. Juli wurde er jedoch nach neuen Ermittlungsergebnissen wieder verhaftet. Das Amtsgericht ging nunmehr von Mord aus. Laut Gericht konnte die Darstellung des Beschuldigten durch ein rechtsmedizinisches Gutachten widerlegt werden. Die Verletzungen der Frau deuteten darauf hin, dass sich das Opfer zum Todeszeitpunkt in einer hilflosen Lage befunden habe. Daher sei davon auszugehen, dass die Frau arg- und wehrlos gewesen sei. Als Haftgründe sieht das Gericht sowohl Schwerkriminalität als auch Fluchtgefahr. (Beschluss vom 12. August 2010, 2 AK 16/10) ddp/ror/mwa
Quelle: ddp



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