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Fachtagung: Wohngemeinschaften als Alternative für Demenzerkrankte

Im Ennepe-Ruhr-Kreis leben ungefähr 5.000 Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Viele werden zu Hause durch engagierte Angehörige betreut. Können oder wollen diese die herausfordernde Betreuung nicht mehr leisten, suchen sie immer häufiger nach Alternativen zum traditionellen Pflegeheim. Wie diese aussehen könnten, darüber diskutieren Teilnehmer einer Fachtagung auf Einladung des Fachbereiches Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung am Dienstag, 9. Dezember, in Hattingen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle ambulant betreute Wohngemeinschaften für demenzerkrankte Menschen für die Versorgung spielen können.
Betreute Wohngemeinschaften für demenzerkrankte Menschen gewinnen zunehmend an Bedeutung. „Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen, dass viele Faktoren beachtet werden müssen, um die Selbstbestimmung und Lebensqualität der Bewohner zu gewährleisten. Mit unserem Angebot möchten wir den Akteuren, die am Aufbau einer Wohngemeinschaft beteiligt sein können, Informationen und ein Diskussionsforum bieten, um die Bedingungen, die eine Wohngemeinschaft erfüllen sollte, aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten“, erläutert Elke Zeller, Koordinatorin für den Bereich Pflegeberatung bei der Kreisverwaltung.
Mehr als 80 Akteure, die am Aufbau und an der Gestaltung einer Wohngemeinschaft beteiligt sein können, nutzen in Hattingen nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Arnim Brux Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Thematisiert werden unter anderem die Qualitätsanforderungen an ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie die Wirkungen auf das Wohlbefinden der Bewohner, die das Leben in einer Wohngemeinschaft auf der einen und das Leben in einer stationären Pflegeeinrichtung auf der anderen Seite haben kann. Finanzierungsmodelle, Möglichkeiten des Engagements von Angehörigen beim Aufbau und Betrieb von Wohngemeinschaften sowie Chancen und Risiken werden in den drei Workshops erörtert.
In der abschließenden Podiumsdiskussion berichten Mitarbeiter von Pflegediensten und Einrichtungen sowie Angehörige von Wohngemeinschaftsbewohnern über ihre praktischen Erfahrungen.
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