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Mord in Grafenau: 60-Jähriger stirbt in Wohnung

Am Samstag, 11. Oktober, gegen 20.00 Uhr, kam ein 19-jähriger Deutscher aus dem Stadtgebiet Grafenau zur Polizeiinspektion (PI) Grafenau und teilte dort mit, dass ein 60-jähriger Rentner tags zuvor, am Freitagabend, in seiner Wohnung in Grafenau von einem Bekannten getötet worden sei. Bei der sofortigen Überprüfung der Mitteilung des 19-Jährigen fanden die Beamten der PI Grafenau den 60-jährigen Rentner tot mit schweren Kopfverletzungen und mehreren Messerstichen in seiner durchwühlten Wohnung auf.
Von der Staatsanwaltschaft Passau und Kripo Passau wurden daraufhin unverzüglich die erforderlichen Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Bei seiner eingehenden kriminalpolizeilichen Vernehmung äußerte sich der 19-Jährige umfassend zum Tathergang.
Nach Angaben des 19-Jährigen haben er und ein 40-jähriger Bekannter aus dem Stadtgebiet Grafenau gemeinsam einen Überfall auf den 60-jährigen Rentner geplant, um aus der Wohnung Bargeld, Schmuckgegenstände und einen in einem Tresor befindlichen Revolver zu rauben.
Zur Durchführung des Raubüberfalles besuchten die beiden den zu ihrem Bekanntenkreis zählenden 60-jährigen Rentner am Freitag, 10. Oktober, gegen 18.00 Uhr, in seiner Wohnung und aßen und tranken dort gemeinsam mit ihm Alkohol. Gegen 23.00 Uhr soll dann der 40-Jährige den Rentner in seiner Wohnung mit einem Hammer mit mehreren Schlägen auf den Kopf niedergeschlagen haben. Beide hätten dann mit einem Messer mehrfach auf den am Boden liegenden schwer verletzten Rentner eingestochen. Im Anschluss durchsuchten die beiden die Wohnung des Rentners und raubten daraus einen geringen Bargeldbetrag, eine noch unbekannte Anzahl von Goldmünzen und weitere Schmuckgegenstände. Mit dem aufgefundenen Safeschlüssel öffneten sie den in der Wohnung befindlichen Tresor und entwendeten daraus einen Revolver, den der Rentner früher dem 19-Jährigen gezeigt hatte. Der vom 19-Jährigen geschilderte Tathergang muss von den ermittelnden Behörden noch genau überprüft werden.
Im Zuge der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte der 40-jährige Mittäter in seiner Wohnung im Stadtgebiet lokalisiert werden. Da der erheblich vorbestrafte Mittäter als äußerst gewalttätig gilt und er bei dem Raubüberfall offensichtlich auch in den Besitz einer Schusswaffe gekommen ist, wurden für die Festnahme des Tatverdächtigen Spezialeinheiten angefordert. Der 40-Jährige wurde von den Spezialeinheiten heute gegen 02.00 in seiner Wohnung vorläufig festgenommen. Bei seiner Festnahme leistete der 40-Jährige keinen Widerstand.
Zur Klärung der genauen Todesursache findet heute auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Passau im Institut für Rechtsmedizin der Universität München eine Obduktion an dem Ver-storbenen statt.
Zur Zeit werden die beiden Tatverdächtigen von der Kripo Passau zum Tathergang vernommen.
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