
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Potsdam (dapd-lbg). Zwei Tage nach Sturmtief Ulli hat das Orkantief Andrea Berlin und Brandenburg in Bann gehalten. Der Höhepunkt des Sturms mit starken Regenschauern wurde für Donnerstagnachmittag und den frühen Abend erwartet, sagte Meteorologin Claudia Salbert vom Wetterdienst Meteogroup Deutschland. Die Sturmböen sollten eine Stärke von acht bis neun, in freien Lagen sogar zehn erreichen. Das entspricht Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern in der Stunde.Bereits tagsüber hielt Andrea die Einsatzkräfte auf Trab. Auf der Bundesstraße 189 zwischen Groß Pankow und Perleberg (Prignitz) wurde laut Polizeiangaben ein Lastzug von einer kräftigen Windböe erfasst. Der unbeladene Kühlzug kippte am frühen Donnerstagmorgen um und landete in einem Straßengraben. Der Fahrer blieb unverletzt.Zwischen Fredersdorf und Neuenhagen (Märkisch-Oderland) fuhr am Morgen eine S-Bahn gegen einen auf den Gleisen liegenden Baum. Keiner der 150 Fahrgäste wurde verletzt, wie die Polizei mitteilte.Der Baum war wetterbedingt auf die Gleise gestürzt, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage. Durch die Kollision seien Schäden am Triebwagen entstanden. Seit dem Unfall um 10.10 Uhr war der Bahnverkehr kurzzeitig unterbrochen. Um 11.40 Uhr wurde er wieder freigegeben.Die befürchteten Großeinsätze der Feuerwehr blieben bis zum Nachmittag in Brandenburg aus. Insgesamt war die Lage relativ ruhig, wie die Leiter der regionalen Leitstellen auf Anfrage sagten. Verletzt wurde bei den Zwischenfällen niemand. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume auf Fahrbahnen.Zwtl.: Baum auf Wohnhaus in Burg gestürztDrei Mal musste die Feuerwehr im Landkreis Potsdam-Mittelmark, vier Mal im Landkreis Spree-Neiße und sechs Mal im Landkreis Barnim bis zum Nachmittag ausrücken, um die Straßen von Ästen und Baumteilen zu befreien. In Burg (Spree-Neiße) fiel ein Baum auf ein Haus, es entstand jedoch nur kleinerer Sachschaden. In der Gemeinde Panketal (Barnim) drohte ein Baum, auf ein Wohnhaus zu stürzen. Im Landkreis Oberhavel gab es nur einen wetterbedingten Einsatz, während in Rathenow (Havelland) Bäume auf einer Stromleitung, einem Carport und mehreren Straßen landeten.Am Freitag soll es weitgehend sonnig und trocken werden bei Temperaturen bis zu acht Grad Celsius. «Der Winter in der Region ist bisher vier bis fünf Grad zu warm. Das ist schon extrem», sagte Meteorologin Salbert. Auch für die kommenden Tage sei keine winterliche Witterung vorhersehbar.dapd / arb / wik / hah /1