Bichl, Mo. 02.01.12 15:13
Bichl, 02.01.2012 – Es ist eine beeindruckende Statistik, die von den beiden Kommandanten der Feuerwehr Bichl Alex Bauer und Hermann Spanner am Neujahrstag präsentiert wurde. Mit 238 Einsätzen erreichten die Florianjünger einen neuen Einsatzrekord. Bei zahlreichen Übungen und Arbeitsdiensten war auch ansonsten keine Zeit für Langeweile.
Pünktlich zum Jahreswechsel präsentierten der Bichler Feuerwehrchef Hermann Spanner und sein Stellvertreter Alex Bauer die beeindruckende Jahresstatistik der Ihrer Feuerwehr.
Bei 238 Einsätzen war die Bichler Wehr im vergangen Jahr gefragt. Das bedeutet eine Steigerung um über 50 Einsätze gegenüber den letzten Jahren. Alle 36 Stunden oder 4,5 Mal pro Woche waren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte damit statistisch gefragt, um schnelle Hilfe bei Bränden, Unfällen und medizinischen Notfällen zu leisten. 1918 Einsatzstunden wurden dafür von den 64 Aktiven der Wehr erbracht. Wie in den vergangenen Jahren waren die meisten Einsätze als First Responder bei medizinischen Notfällen zu absolvieren. Insgesamt 186 Mal leisteten die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte schnelle medizinische Hilfe für die Bürger und Gäste in Bichl, Benediktbeuern, Kochel, Bad Heilbrunn, Sindelsdorf und auch darüber hinaus. Doch auch 52 Feuerwehreinsätze stellen einen Rekord in der Geschichte der Wehr dar. Gegenüber den Vorjahren bedeutet diese Zahl eine Verdopplung der Einsätze. Einerseits ist diese enorme Steigerung auf die Festwoche im Juli diesen Jahres zurückzuführen, bei der die Feuerwehr die Absicherung der Veranstaltungen übernommen hatte, doch auch bei den Einsätzen über das Jahr gab es eine signifikante Steigerung. Insgesamt waren so 22 Technische Hilfeleistungen, 22 Sicherheitswachen zur Absicherung von Veranstaltungen, sechs Brände und zwei Fehlalarme zu verzeichnen. Nachdem es in den letzten Jahren zu wenigen Bränden gekommen war, haben sich im Jahr 2011 die Brandeinsätze verdreifacht. Wobei besonders der Großbrand der Schreinerei Hundhammer, einer der größten Brände in der Geschichte Bichls, in Erinnerung bleibt. Bei sechs schweren Verkehrsunfällen, teilweise mit tödlichem Ausgang, leisteten die Floriansjünger schnelle Hilfe mit schwerem technischem Rettungsgerät. Einsätze, die auch eine erhebliche psychische Belastung für die Retter darstellten.
Für den reibungslosen Einsatzablauf übten die Mitglieder der Feuerwehr rund 1500 Stunden bei 37 Ausbildungs- und Übungseinheiten und bereiteten sich so auf den Ernstfall vor. Dabei steigen die Anforderungen an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte stetig. „Von Umweltschutzaufgaben bei auslaufenden Flüssigkeiten, über Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr und Einsätze mit Wild- und Haustieren, bis hin zu Großbränden und schwierigen Einsätzen der technischen Hilfeleistung reicht dabei die Einsatz- und Ausbildungspalette“, so Kommandant Hermann Spanner.
Als ob diese Aufgaben noch nicht genug wären, renovierten die Einsatzkräfte auch noch das Feuerwehrhaus in Eigenleistung, führten mehrmals die Papiersammlung und zahlreiche Veranstaltung zur Aufbesserung der Vereinskasse durch.
So gilt der Dank der Feuerwehrführung allen Spendern und Gönnern für die großzügige Unterstützung. Aber vor allem den 64 ehrenamtlichen Einsatzkräften gebührt ein Dankeschön für deren großartiges Engagement. „Es ist sicher nicht selbstverständlich, dass unsere Aktiven zu jeder Tages- und Nachtzeit alles stehen und liegen lassen, um schnelle Hilfe zu leisten. Das verdient Dank und Anerkennung“, sind Hermann Spanner und sein Stellvertreter Alex Bauer überzeugt.
Quelle: Feuerwehr Bichl - Hermann Spanner
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