Foto: Symbolbild
Selbstmord im Fall Anne H.: Mutmaßlicher Entführer tötet sich selbst - Der mutmaßliche Entführer der als Anne H. bekannt gewordenen Arzthelferin aus Bergteheide hat Selbstmord begangen.
Die 25- jährige Frau war am 20.06.2010 auf dem Weg in die väterliche Wohnung in Bargteheide. Nachdem sie den Bahnhof in Bargteheide verlassen hatte und zu Fuß auf dem Weg zum Wohnhaus war, kam sie an einem weißen Transporter vorbei. Die Seitentür des Wagens stand offen. Als sie sich in Höhe des Transporters befand, wurde sie plötzlich von einem Mann gepackt, ins Wageninnere gezerrt und dort eingesperrt.
Der ihr nicht bekannte Tatverdächtige fesselte die junge Frau und verband ihr die Augen. Der Mann fuhr anschließend mit der 25-Jährigen zu sich nach Hause und sperrte sie dort in seinem Schlafzimmer ein. Er hielt sein Opfer gefangen und missbrauchte es.
Am Sonntag, den 27.06.2010, brachte der Tatverdächtige das Opfer mit seinem Wagen zurück in die Nähe der väterlichen Wohnung und setzte es dort ab. Anne H. begab sich zu ihrem Vater. Die Polizei wurde über Notruf von dem plötzlichen Auftauchen der 25- jährigen informiert.
Die Kriminalpolizei ermittelte nun wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und des Verdachts der Vergewaltigung. Die Ermittlungsgruppe ging zahlreichen Ermittlungsansätzen nach.
Ein Ansatz führte sie zu einem Haus in einer Ortschaft im Kreis Stormarn, im Grenzbereich zum Kreis Bad Segeberg. Aufgrund weiterer Erkenntnisse erhärtete sich der Verdacht, dass sich der Tatverdächtige dort aufhalten könnte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde vom Amtsgericht Lübeck ein Durchsuchungsbeschluss für das Wohnhaus des Tatverdächtigen erlassen. Spezialkräfte der Polizei wurden heran gezogen.
Als die Einsatzkräfte das Haus gestern betraten, fanden sie den Tatverdächtigen, einen 49- jährigen Mann, tot auf. Die Auffindesituation und weitere Hinweise ließen den Schluss zu, dass er sich selbst das Leben genommen hatte. Der 49- jährige war kriminalpolizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei in Ahrensburg zum Umfeld dieses Mannes werden noch weiter andauern.
Quelle: Polizei
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